Barry Veneman umsorgt die Talente der Niederlande

Von Esther Babel
IDM

Der niederländische Motorsport-Verband gönnt sich mit dem ehemaligen WM- und IDM-Piloten einen eigenen Trainer für den Nachwuchs. Bryan Schouten soll in Assen zeigen, was er kann.

Als beim IDM-Saisonauftakt auf dem Lausitzring am Freitagmorgen die Motoren der IDM-Superbike-Piloten zum ersten freien Training angingen, wurde es Barry Veneman doch ein wenig schwer ums Herz. Beim IDM-Finale 2011 auf dem Hockenheimring hatte der Niederländer sein letztes Rennen bestritten und ist seit dem gemeinsam mit dem Nachwuchs im Auftrag des niederländischen Motorsportverbandes in ganz Europa unterwegs.

«Doch. Manchmal habe ich so einen kurzen Moment», gibt er zu. «Das geht aber schnell vorbei.» In der IDM schickte er zu Beginn der Saison 2013 die Teenager Bryan Schouten, Jorel Boerbomm und Bo Bendsnijder in die Rennen der Moto3-Klasse. In der IDM Superbike steht er RAC-BMW-Pilot Kevin Valk mit Rat und Tat zur Seite. Neben den IDM-Piloten gehört auch Scott Deroue, einer der Favoriten im diesjährigen Red Bull Rookies Cup, zu seiner Mannschaft.

Richtig prickelnd findet Veneman das Fahreraufgebot in der IDM Moto3 nicht. «Wir brauchen mehr Wettbewerb, damit sich die Jungs mit anderen messen können.» Schouten gewann die ersten vier IDM-Moto3-Läufe deutlich und wechselte anschliessend, nach gelungenem Einstand, ganz in die Spanische Moto3-Meisterschaft. «Für beide Serien fehlt das Geld», erklärte Schoutens Team die Entscheidung. «Und in Spanien kann Bryan mehr lernen und kommt so auch weiter voran.»

«Schouten ist jetzt 18 Jahre alt und muss in diesem Jahr einen ordentlichen Schritt nach vorne machen», weiss auch Venemann. «Er ist in diesem Jahr um einiges fitter. Ausserdem ist er mehr mit dem Kopf bei der Sache, er weiss, um was es geht. Wir vom Verband wollen einen Fahrer in die WM bringen.»

Bei Deutschlands Nachbar beginnt die Förderung schon früh. Über Mini-Bike, NSF-Cup und Moriwaki-Cup werden die Teenager an den Sport heran geführt. Von Anfang an gehören auch Themen wie Sport, Fitness und Ernährung zum Ausbildungs-Programm. Den Eltern bleibt in der Regel nur der Job des Zuschauers. «Die Jungs haben nicht viel Zeit, wenn sie eine Karriere starten wollen», weiss Veneman. «Die Zeit zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr ist entscheidend.»

Bryan Schouten muss an diesem Wochenende den nächsten Schritt in Richtung WM machen. Mit einer Wild Card ist er beim GP der Niederlande in Assen dabei.

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