Karthin: Keine Partystimmung trotz SuperNaked-Siege

Von Esther Babel
IDM
In der IDM SuperNaked steuert der Suzuki-Pilot auf direktem Weg in Richtung Titelgewinn. Doch Spass machen tut ihm das bei der sparsamen Konkurrenz nicht.

Wenn ein IDM-Wochenende für die neu eingeführte SuperNaked perfekt läuft, sind genau vier Piloten am Start. Aus Kjel Karthin, Udo Reichmann, Frank Behrje und Michael Galinski besteht das Quartett und in der Regel heisst der Sieger Karthin. In der Gesamtwertung liegt der Suzuki-Pilot mit 145 Punkten an der Spitze. 49 Punkte vor Udo Reichmann. Auf Rang 3 ist Frank Behrje unterwegs, der sich von Michael Galinski hat anwerben lassen. Galinski hat bisher nur gelegentlich seine Yamaha ausgepackt, da er an IDM-Wochenenden als Chef der IDM Superbike-Pilot genug zu tun hat.

Das IDM Superbike-Team Wilbers BMW hatte sich noch zwei Startplätze gesichert. Aber bis auf einen Testversuch von Sandra Stammova ist nichts weiter passiert. Auch auf dem Nürburgring wird die neue IDM-Klasse wohl nicht mit zwei BMW mehr unterwegs sein.

Der IDM-Promoter MotorEvents hatte nach der Saison 2014 in einer Hauruck-Aktion die neue Klasse ins Leben gerufen, um das immer dünner werdende Feld der IDM Supersport aufzufüllen. Doch mit der Promotion, auf deutsche Vermarktung, war es danach nicht weit her. Nach einer schmalen Pressemitteilung ist nicht mehr viel passiert. Das technische Reglement kam erst kurz vor knapp. Darüber hinaus schmeckt vielen potentiellen Kandidaten die Auswahlliste der Naked Bikes nicht.

Kjel Karthin war nach dem Gewinn der Suzuki GSX R 750 Challenge hoch motiviert in die IDM SuperNaked eingestiegen. «Seine Suzuki läuft hervorragend», meint seine Vater Detlef Karthin, der seinen Sohn auf die Rennen begleitet. «Das Mupo-Fahrwerk von Zupin und die Dunlop-Reifen passen super zusammen, wodurch sich die ​geringere Motorleistung gegenüber den Supersportler gut überspielen lässt.» Im Regen kam der Suzuki Pilot trotz 20 bis 30 PS weniger als die Supersport-Kollegen vor ihm sogar an die stärkere Abteilung heran.

Doch auch wenn Karthin sich gelegentlich im Ziel einen Zehn-Sekunden-Vorsprung genehmigt, wird sein Gesicht bei der Siegerehrung immer länger. Partylaune sieht definitiv anders aus. Was die Laune des Seriensiegers aufpeppen könnte? Konkurrenz, die ihn und seine Kollegen so richtig zum Schwitzen bringt.

«Ich bin in die IDM gewechselt, um von meiner Konkurrenz zu lernen», beschreibt er seine Motivation. «Lieber werde ich von 25 Fahrern nur Fünfter als von vier Fahrern Erster. Wir hoffen, dass für die nächsten Rennen einige SuperNaked-Fahrer und die fehlenden BMW an den Start kommen.»

Für das kommende Wochenende auf dem Nürburgring sind bisher noch keine neuen Teilnehmer für die IDM SuperNaked bekannt. Karthin und Co werden wohl, wenn überhaupt, wieder als Quartett antreten müssen.

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