Michelin feiert ersten Saisonsieg

Von Esther Babel
IDM Superbike
Teamchef Werner Daemen (links) mit Betrand Roch

Teamchef Werner Daemen (links) mit Betrand Roch

Erwan Nigon holt für den IDM-Neueinsteiger aus Frankreich den ersten Siegerpokal ab. Der technische Leiter erklärt die Hintergründe.

Nach dem für Michelin überraschend frühen Erfolg beim zweiten Wochenende in der IDM in Oschersleben erklärt Bertrand Roch, Leiter des IDM-Programms von Michelin, die Beweggründe und Zielsetzungen für den IDM-Einstieg.

Wie sieht Michelin seine Rolle als Partner des IDM-Teams Van Zon-alpha-Technik-BMW?

Roch: Wir möchten das Team für Training, Qualifying und Rennen optimal beraten, damit sie die bestmögliche Reifenwahl treffen. Und natürlich wollen wir ihnen die wettbewerbsfähigsten und effizientesten Produkte liefern. Im Qualifying entscheiden wir, welchen der verfügbaren Reifentypen wir im Rennen einsetzen. Diese Empfehlung kann von Rennen zu Rennen anders ausfallen. Unser Partner profitiert von unserem Know-how und unserer Erfahrung. Mit Michelin im Rücken kann das Team Siege anpeilen. So wie in Oschersleben.

Welche Ziele hat sich Michelin in der IDM gesetzt?
Roch: Unser wichtigstes Ziel lautet, so viel Erfahrung wie möglich mit den deutschen Rennstrecken zu sammeln und dabei so viele Podestplätze wie möglich zu holen. Mit dem Sieg haben wir unsere ursprünglichen Erwartungen schon weit übertroffen. Das freut uns natürlich sehr. Die IDM bietet für Michelin ausserdem eine tolle Möglichkeit, die deutsche Motorrad-Rennszene insgesamt besser kennenzulernen. Denn wir möchten frei verkäufliche Rennreifen anbieten, die exakt den Bedürfnissen der Fahrer entsprechen.

Wo sehen Sie die besonderen Stärken von Michelin in der IDM?
Roch: Michelin profitiert von dem Know-how, das wir in vielen anspruchsvollen Rennserien gesammelt haben. Ich erinnere nur an unsere 360 MotoGP-Siege und 269 Laufsiege in der Superbike-Weltmeisterschaft. In der IDM arbeiten wir mit einem sehr professionellen Partnerteam und zwei sehr talentierten Fahrern: Erwan Nigon gewann 2010 die Französische Superbike-Meisterschaft und wurde 2011 Zweiter, Arie Vos ist dreifacher Niederländischer Superbike-Champion. Van Zon-alpha-Technik-BMW hat ein exzellentes Paket geschnürt. Das grosse Potenzial dieser Kombination haben wir in Oschersleben gesehen. Beide Motorräder sind makellos vorbereitet, und das Team besitzt eine Anzahl sehr fähiger und erfahrener Mechaniker und Ingenieure. Die Fahrer fühlen sich wohl, und auch die ruhige, konzentrierte Arbeitsweise trägt ihren Teil zum Erfolg bei.

Welche Reifen setzen Sie in der IDM ein?
Roch: Unser Partnerteam und die Fahrer haben eine breite Palette zur Auswahl. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, immer eine Lösung zu liefern, die perfekt zur Strecke und zu den aktuellen Temperatur- und Wetterverhältnissen passt. Die IDM gastiert auf sehr unterschiedlichen, oft untypischen Strecken. Ein Rennen findet auf einer temporären Rennstrecke statt, über die sonst der Alltagsverkehr rollt. Auf anderen gibt es stark überhöhte Kurven. Wir möchten Reifen entwickeln, die unter all diesen verschiedenen Bedingungen funktionieren und gleichzeitig ein Maximum an Grip liefern, auch bei extremen Verhältnissen.

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