Sarah Heide (Suzuki): Mit halber Kraft gepunktet

Von Esther Babel
IDM Supersport
Sarah Heide schlägt sich durch

Sarah Heide schlägt sich durch

Sarah Heide vom Team Suzuki Laux lag das IDM Supersport Wochenende am Nürburgring die halbe Zeit flach. Dennoch fuhr sie zwei Mal Punkte ein. Vorfreude auf Schleiz hält sich in Grenzen.

Fast hätte die Suzuki-Pilotin am Nürburgring nicht starten können. Schon bei der Anreise am Donnerstag hatte sich der Kreislauf von Sarah Heide verabschiedet. «Das Ganze steigerte sich bis zum Abend dann in Kopfschmerzen mit Erbrechen», erklärt Teamchef Stefan Laux. «Am späten Abend wurden noch von der ortsansässigen Teamkrankenschwester Kerstin die notwendigen Arzneimittel unter Befolgung der Dopingliste angeliefert und verabreicht.»

So wirklich spritzig war Heide auch am Freitag noch nicht unterwegs. Sie drehte ihre Trainingsrunden, besprach sich kurz mit ihrem Mechaniker und verschwand bis zum nächsten Turn wieder im Wohnmobil. Als kleine Belohnung der besonderen Art musste Heide am späten Nachmittag noch der Rennleitung eine Besuch abstatten und 75 Euro abliefern. Sie war in der Boxengasse 1,5 km/h zu schnell unterwegs gewesen. Ein Schicksal, das noch über 20 andere Piloten, manche mehrfach, mit ihr teilten.

Ins Regen-Rennen am Samstag ging sie vom neunten Startplatz aus. «In der ersten Runde kam Sarah richtig gut voran und dann brachen die Rundenzeiten schlagartig ein», erzählt Laux. «Ich dachte als erstes, dass ihre Kraft nachlassen würde. Doch es stellte sich heraus, dass eine defekte Dichtlippe an ihrem Helm das Visier beschlagen ließ und sie nichts mehr sah. Im Blindflug erahnte sie die Strecke und kam als Neunte ins Ziel.»

Im zweiten Rennen lieferte sich Heide einen harten Kampf mit ihren Kollegen. Bis Christian von Gunten sie mit seinem Vorderrad am Unterschenkel touchierte. Sie musste einen weiten Bogen fahren und verlor dadurch kostbare Zeit. Am Ende reicht es für den sechsten Platz.

«Ich bin froh, dass ich jetzt zu Hause bin und kann eigentlich nur
eins sagen: Danke», so Heide, «an meine Krankenschwester Kerstin und meinen Physio Achim, die mit allem Möglichen versucht haben, mich fit zu halten und an mein Team, die mir aufs Motorrad geholfen haben.»

Mit dem Schleizer Dreieck wartet in zwei Wochen die für Sarah Heide schwierigste Strecke im IDM-Kalender.

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