IDM Oschersleben: Wahr siegt, Enderlein fliegt

Von Esther Babel
Nach einer wilden letzten Runde schnappt sich Kevin Wahr seinen ersten SSP-Sieg der Saison. Marc Buchner freut sich über Platz 2. Dritter wird Chris Stange. Max Enderlein war in der letzten Runde noch ausgeritten.

Bei herrlichem Frühsommer-Wetter nahmen die IDM-Supersport-Piloten ihr zweites Rennen in Oschersleben in Angriff. Denn das ist in dieser Saison neu im IDM-Programm. Die Supersportler hatten ihre Rennen in den letzten Jahren immer auf den Samstag und den Sonntag verteilt. Den Samstags-Startplatz haben sie 2018 an die IDM Supersport 300 abgegeben und machen ihre Ding nun komplett am Sonntag.

Nach seinem Sieg vom Vormittag ging es für Max Enderlein und seine Freudenberg-Yamaha wieder von Platz 1 los. Neben ihm in der Startaufstellung brachten sich Marc Buchner und Kevin Wahr in Stellung. Aus der zweiten Reihe ging es für Daniel Rubin, Dennis Lippert und Dominik Rubin los. Christoph Beinlich und Yamaha-Kollege Dennis Bech, ein Gastfahrer aus Dänemark, traten zum zweiten Rennen nicht mehr an.

Einen Frühstart gab es nach dem Ausgehen der Startampel nicht zu vermelden und alle kamen gut durch die ersten Kurven. Die Führung übernahm wie schon am Vormittag Enderlein vor Buchner, Wahr, Lippert und dem Trio Rubin, Vasco van der Valk und Rubin. Marco Fetz gönnte sich erneut die Führung in der Superstock-Kategorie. Bis Platz 10 konnte man in der Anfangsphase Zeiten um und unter 1.30 sehen. Schnellster Mann: Spitzenreiter Enderlein.

Doch nur bis Runde 5: Dann musste das Rennen nach einem Sturz des Niederländers Sander Kroeze, der zum Check ins Medical Center musste, mit der roten Flagge abgebrochen werden. Bereits zehn Minuten später öffnete die Boxengasse für den Re-Start. Über eine Distanz von neun Runden wurde das restliche Rennen angesetzt.

Erneut übernahm Enderlein wieder das Zepter an der Spitze, mit einer stattlichen Anzahl Piloten im Windschatten, unter ihnen Wahr, Buchner, Lippert, Chris Stange und Gabriel Noderer. Frühstart hiess es dagegen für Daniel Rubin.

In der zweiten Runde setzte sich erstmals Kevin Wahr an die Spitze. Für Enderlein ging es kurz danach noch einen weiteren Platz abwärts, denn auch Buchner schnappte sich den Freudenberg-Piloten. Dafür rückte Stange einen Platz nach vorne und tauchte 0,5 Sekunden hinter Enderlein als Vierter auf. Doch schon eine Runde später stellte Enderlein die alte Ordnung wieder her und klemmte sich mit einer schnellsten Runde von 1.28,906 in den Windschatten von Wahr.

Hauchdünn Wahrs Vorsprung bei noch vier zu fahrenden Runden, hinter ihm Enderlein, Buchner und Stange. Lippert hat den D-Zug Richtung Podium verpasst und verteidigte seinen fünften Platz vor Kawasaki-Pilot Vugrinec. Auf Platz 1 ging es da schon wieder für Enderlein, der Wahr vier Zehntel Sekunden abknöpfte, unter der Beobachtung von Buchner und Stange, die sich ebenfalls noch Chancen ausrechneten.

Enderlin haute erneut eine 1.28er-Zeit raus und war damit in der Schlussphase schnellster Mann auf der Strecke, doch zwei Runden waren für das wilde Quartett noch zu fahren. Plötzlich zauberte auch Wahr eine 1.28,758 und holte sich den Spitzenplatz zurück. Die Entscheidung musste in der letzten Runde fallen.

Kevin Wahr hiess dann nach einer wilden letzten Runde der Sieger, vor Marc Buchner. Überraschter Dritter wurde Chris Stange. Denn Max Enderlein war beim Kampf um den Sieg zu Fall gekommen, rappelte sich aber wieder auf und rettete sich nach einer Runde von 1.50,274 noch auf Platz 10.

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