Thomas Hainthaler: Vom Gast zum Dauerbrenner

Von Esther Babel
IDM Superstock 1000

Mit seiner privaten BMW S100RR hat sich Thomas Hainthaler in der IDM Superstock eingeschrieben. Ein Gastspiel in Hockenheim 2013 hatte ihn überzeugt.

Bereits in Oschersleben hatte Thomas Hainthaler in der Saison 2013 einen Gaststart in der IDM Superbike absolviert. Damals noch auf einer Suzuki GSX R 1000. «Wenn ich ehrlich bin», erklärt der 24-Jährige, «bin ich da eher hinterher gefahren.» Anschliessend entschied sich der Bayer mit einer BMW S1000RR auf ein heimisches Produkt zu setzen.

«Das war der richtige Schritt», weiss er heute. Hainthaler hatte sich 2013 den Vizetitel im ACCR-Road-Racing-Cup der Tschechischen Föderation geholt und war beim IDM-Finale in Hockenheim erneut angetreten. «Da ich eine Karbon-Verkleidung hatte», schildert er, «musste ich in der Superbike-Klasse starten. Da hatte ich vorher nicht so wirklich drüber nachgedacht. Aber es lief sehr gut und in der Superstock-Klasse hätte es sogar für einen Podestplatz gereicht.»

In der Endabrechnung der Superbike-Klasse erreichte Hainthaler beim Finale die Plätze 11 und 12. Das und die Erkenntnis, mit den Fahrern der Superstock-Klasse mithalten zu können, überzeugten ihn, in dieser Saison in die IDM Superstock einzusteigen. «Ich war mit 18 Jahren das erste Mal auf der Rennstrecke», erzählt er. «Leistungssport war für mich schon immer ein Thema. Das Motorradfahren hat mich dann nicht mehr losgelassen und ich wusste, das ist es.»

Über den Pirelli-Cup landete Hainthaler bereits 2012 beim IDM-Finale in Hockenheim. «Okay. Damals bin ich überrundet worden», gibt er zu. «Ich habe mich damals gefragt, wie es die Jungs es schaffen, so schnell zu sein.» Das Abenteuer IDM 2014 wird Hainthaler auf privater Basis antreten. Einen permanenten Mechaniker gibt es derzeit noch nicht. Doch im Ernstfall weiss sich der BMW-Pilot selbst zu helfen. Hainthaler ist gelernter Zweiradmechaniker und arbeitet bei BMW Motorrad in der Entwicklungsabteilung.

Gerne hätte Hainthaler auch bei den Pirelli-Tests in Spanien teilgenommen. Doch die Kosten für die Reise, die nötigen Urlaubstage und das eh schon knappe Budget liessen diesen Ausflug nicht zu. Die erste Testfahrt ist für die Osterfeiertage im italienischen Misano geplant.

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