Oreca Top, Probleme bei Aston Martin

Von Oliver Runschke
LMS
Legendärer Helm im Oreca-Courage: Bruno Senna

Legendärer Helm im Oreca-Courage: Bruno Senna

Bei perfekten äusseren Bedingungen startete die Le Mans Series in Südfrankreich in Ihre sechste Saison.

Die erste Tagesbestzeit der zweitägigen Testfahrten auf dem High-Tech-Test-Track in Le Castellet sicherte sich die Oreca-Mannschaft von Hugh de Chaunac. Ex-Grand-Prix-Pilot Olivier Panis und Nachwuchstalent Nicolas Lapierre trieben den Courage-Oreca LC70E-AIM in 1:41.442 um den Kurs in Kurs in Südfrankreich und waren damit am Sonntag schnellste.

Allerdings ist die Zeit des Courage-Oreca mit Vorsicht zu geniessen, im Gegensatz zu den meisten Gegner waren die beiden LMP1 der französischen Mannschaft noch mit dem letztjährigen Heckflügel unterwegs und noch nicht mit der für diese Saison vorgeschriebenen, 1,60 cm schmalen, Variante.

Hinter Panis / Lapierre reihte sich erwartungsgemäß der flammneue Werks-Lola-Aston Martin von Stefan Mücke / Tomas Enge / Jan Charouz mit 1:42.575 ein. Das Aston Martin Testprogramm erlitt allerdings einen herben Rückschlag, als am Sonntagnachmittag kurz nach 16.00 Uhr Tomas Enge das bildschöne Coupé vehement in die Leitplanken warf, selbst aber unverletzt blieb. «Ein Fahrfehler», gab der Tscheche unumwunden zu. Dem Grad der Beschädigungen am Lola-Aston Martin nach zu urteilen ist es sehr unwahrscheinlich das der LMP1 während des bis Montag laufenden Test nochmals den Weg zurück auf die Strecke findet. Mit Respektabend von einer Sekunde folgte das zweite und fahrerisch schwächer besetzte Lola-Aston Martin-Coupé mit Harold Primat / Darren Turner und Miguel Ramos mit der fünftschnellsten LMP1-Zeit.

Die drittschnellste Zeit brannte der Strakka-Ginetta-Zytek (Peter Hardman / Danny Watts / Nick Leventis) vor dem zweitem Oreca-Courage-AIM (Bruno Senna/Soheil Ayari / Stephane Ortelli) in den Asphalt von «Paul Ricard». Der Schweizer Lola-Aston Martin von Speedy-Sebah mit Marcel Fässler, Andrea Belicchi und Nicolas Prost drehte die sechstschnellste Zeit.

Bruno Senna sorgte durch seinen Familiennamen heute übrigen nicht als einziger für einen Hauch Formel 1-Flair auf der ehemaligen Grand-Prix-Strecke. Mit Nigel Mansell und Alain Prost, die beide Ihre Söhnen Leo (Team Modena-Ferrari) und Nicolas (Speedy-Sebah-Lola-Aston Martin) beim Testen über die Schulter schauten, waren zwei Formel1-Legenden vor Ort, die die Strecke aus Le Castellet noch bestens aus Ihrer aktiven Zeit kennen.

Die Bestzeit in der LMP2-Klasse ging an den Team Essex-Porsche RS Spyder von Emanuel Collard / Caspar Elgaard, schnellster GT1 war am ersten Testtag der von Reiter Enginnerring betreute IPB-Spartak-Lamborghini Murcielago R-GT (Peter Kox / Roman Rusinov).

Überraschung in der GT2-Klasse. Die Bestzeit ging an den Hankook-Ferrari F430 GT von Farnbacher Racing mit Dominik Schwager / Pierre Kaffer und Allan Simonsen. Dahinter folgte der Felbermayr-Proton-Porsche, u.a. gesteuert von Marc Lieb und Christian Ried. Der JMW-Ferrari mit GT2-Titelverteidger Rob Bell war drittschnellster.

Auf Montag wurde die Premiere des von Hans Reiter entwickelten Lamborghini Gallardo LP560 GT2 verschoben. Am Sonntag blieb der Lamborghini noch in der Box, Christophe Bouchut und Albert von Thurn und Taxis werden erst morgen mit dem jüngsten Neuzugang in der GT2-Klasse die Testarbeit aufnehmen.

Immens gross war das Zuschauerinteresse am Le Mans Series-Testtag. In den letzten Monaten wurden entlang der Start-Ziel-Geraden einige Tribünen errichtet, erstmals seit zehn Jahren wurden wieder Zuschauer auf das Gelände der sonst hermetisch abgeriegelten Anlage gelassen. Der Andrang war enorm, schon vor der Mittagszeit waren die 3000 zum Verkauf stehenden Tickets ausverkauft.

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