Silverstone: Titelentscheidung und Mansell

Von Guido Quirmbach
LMS
Familienausflug nach Silverstone: Leo, Nigel und Greg Mansell

Familienausflug nach Silverstone: Leo, Nigel und Greg Mansell

Beim Finale zur LMS am kommenden Wochenende in Silverstone sind noch drei von vier Titeln zu vergeben, dazu gibt Nigel Mansell sein Comeback.

In allen drei Klassen, wo es noch um den Siegerlorbeer geht, gibt es klare Favoriten. Doch genau das ist es, was es auch spannend macht.

Sieben Punkte Vorsprung hat der Lola Aston Martin von [*Person 2247 Stefan Mücke*], Jan Charouz und Tomas Enge. Wenn Mücke am Samstag die Pole schafft, reicht ihm bereits ein sechster Platz im Rennen, um ihn und seinem Team den Titel zu sichern.

Einziger Rivale ist der Pescarolo von Jean Christophe Boullion und Christian Tinseau. Sie können nach dem Ausfall am Nürburgring aus eigener Kraft den Titel nicht mehr erreichen und sind auf Pech von Aston Martin angewiesen. Wobei sie rechnerisch sogar noch den zweiten Rang an den Aston Martin 008 verlieren könnten. Aber dafür müsste bei den Franzosen schon viel schief gehen und die 008 gewinnen.

Noch eindeutiger ist die Lage bei den LMP2, hier beträgt der Vorsprung des zuletzt gleich zweimal siegreichen Quifel-ASM-Teams gleich neun Punkte. Sollte das Team die Pole am Samstag schaffen, ist der Titel dank dieses Extra-Punktes nicht mehr zu nehmen, da der Zweitplatzierte Lola von Racing Box zwar eifrig gepunktet hat, aber noch in keinem Rennen bislang siegreich war. Auf ein Wunder hofft auch noch Speedy-Racing, die neun Punkte hinter Racing Box liegen. Mit einem Sieg und gleichzeitig totalem Pech der Italiener mit beiden Autos wäre der zweite Gesamtrang noch möglich, der die direkte Qualifikation zu den 24 Stunden von Le Manns 2010 bedeuten würde.

Aus deutscher Sicht am interessanten gestaltet sich der Titelkampf bei den GT2. Acht Punkte Vorsprung haben Felbermayr-Proton mit den Piloten Marc Lieb und Richard Lietz zu verwalten. Was normalerweise machbar sein sollte. Doch wie schnell es gehen kann, sah das schwäbische Team beim Rennen in Portugal, als beide Wagen in der ersten Kurve bereits mehr oder weniger aus dem Rennen war und auch Konkurrent JMW kann davon ein Lied singen. Obwohl es nur ein Antriebswellenschaden war und der Zeitverlust vergleichsweise gering war, konnten Bell/Bruni am Nürburgring nicht mehr in die Punkte fahren. Die Zuverlässigkeit bei den GT2 ist im gesamten Feld sehr weit fortgeschritten, so dass man kaum auf Ausfälle hoffen kann, wenn mal am eigenen Auto etwas schief geht. Marc Lieb ist optimistisch, warnt aber: «Man muss in einer solchen Situation aber aufpassen, die Spannung nicht zu verlieren. Wenn wir die Chance auf einen Sieg haben, werden wir versuchen, sie zu nutzen. Das wäre ein toller Saisonabschluss. Wir werden aber kein Risiko eingehen. »

Lediglich die GT1 sind bereits entschieden, hier ist dem zuletzt arg gebeutelten Team von Luc Alphand der Titel nicht mehr zu nehmen.

In Silverstone dürfte es das bislang bestbesuchte Rennen zur LMS 2009 geben. Aston Martin hat einige Promotion-Auftritte absolviert und dabei unter anderem einen seiner Coupès an einer Londoner U-Bahn-Station ausgestellt.

Und dann gibt es noch [* Person 2559 Nigel Mansell*]: Der Weltmeister von 1992 startet auf einem LNT-Ginetta-Zytek mit Sohn Greg sowie Landsmann Lawrence Tomlinson und fährt damit erstmals seit seinen Aktivitäten in der GP Masters wieder ein Rennen. Das ausgerechnet auf der Strecke, wo er drei Grand Prix für sich entscheiden konnte und die Nation einst den «Löwen» zu teilweise unfassbaren Leistungen nach vorne gepeitscht hat. Mit Sohn Leo im Modena-Ferrari sind somit alle drei Mansells im Rennen.

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