Marc Márquez: Das Geheimnis seiner Fitness

Von Johannes Orasche
MotoGP

Der spanische MotoGP-Weltmeister Marc Márquez verrät erstaunliche Details aus seinem abwechslungsreichen Trainingsplan.

Auf Repsol-Honda-Star Marc Márquez trifft der Spruch «Fit wie ein Turnschuh» zu wie auf kaum einen anderen Protagonisten der MotoGP-WM. Der mittlerweile 25 Jahre alte Spanier aus Cervera  wiegt bei 1,68 Metern Körpergröße gerade mal 59 kg – und diese 59 kg bestehen zu einem erheblichen Anteil aus Muskelmasse.

Jeder, der Márquez einmal mit nacktem Oberkörper gesehen hat weiß, dass er eigentlich nicht der stets der freundliche Lieblingsschwiegersohn, sondern ein bis in die letzte Faser seines Körpers austrainierter Super-Athlet ist.

Nach seinem traditionellen kurzen Sommerurlaub mit eine Clique alter Freunde am Meer arbeitet Marquez längst wieder gewissenhaft an seinem Körper. Obwohl sein Training ziemlich streng gestaltet ist, überrascht der sechsfache Weltmeister mit einigen Aussagen. „Seit ich elf Jahre alt bin, habe ich professionelle Hilfe. Der Trainer erklärt mir, dass es Sinn macht, nach dem Training noch 20 Minuten zu dehnen. Wenn mein Trainer aber mal nicht da ist, richtet sich das Training nach dem Wetterbericht. Laufen kann man auch bei Regen, aber Radfahren würde da kaum noch Spaß machen.“

«In den Hotels lege ich Wert auf ein gutes Fitness-Studio. In meinem Hotelzimmer bin ich ohnehin nur zum Schlafen», erklärt Márquez mit einem Augenzwinkern gegenüber dem «The Red Bulletin».

Aber sogar Márquez kennt jene Tage, an denen ihm die Lust auf das Training fehlt. «Dann rufe ich Freunde an. Einer hat fast immer eine lustige Idee. Wir machen ein Radrennen, spielen Fußball oder Tennis. Sobald Wettkampf im Spiel ist, gibt es ein Ziel und jeder ist motiviert.»

Bei der Auswahl der Übungen ist Honda-Star Márquez kreativ. «Ich mache alles, was der Körperbalance dient. Die beste Körperbalance kriegst du, wenn du viele unterschiedliche Sportarten machst. Am besten jeden Tag eine andere. Der Körper soll täglich neue Reize bekommen. Gestern Fitnesscenter, heute Motocross, morgen Fußball und übermorgen vielleicht Mountainbike. Dazu eine solide Basis an Ausdauer durch Laufen, Rennrad und Schwimmen, sofern meine Schulter mitmacht.»

Zu seinem körperlichen Zustand während eines Rennens verrät Márquez Erstaunliches. «Mein Puls geht richtig hoch. Schon bei der Startaufstellung, wenn ich noch nichts mache, liegt er bei 110 Schlägen und mehr. Während der ersten 20 Minuten geht er auf 150 hoch. Und in der zweiten Hälfte des Rennens bist du nie unter 180, 190 Schlägen pro Minute. Schwierig ist da die mentale Komponente. Du musst unter diesen körperlichen Extrembedingungen Entscheidungen treffen, und wenn du einen Zentimeter falsch liegst, dann stürzt du.»

Marquez’ Rezept ist jedoch anscheinend nicht beliebig übertragbar. «Mein Bruder Alex trainiert genau das Gleiche wie ich, er ist genau gleich stark, wir essen auch das Gleiche, aber er hat einen völlig anderen Körperbau. Er wird immer dünn bleiben, während ich dazu neige, Muskeln anzusetzen. Es ist eine Frage der Veranlagung.»

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