Wahlkampf bei der FIM: Srb gegen Viegas

Von Johannes Orasche
MotoGP
Dr. Wolfgang Srb

Dr. Wolfgang Srb

Im Dezember findet bei der FIM die Wahl des neuen Präsidenten und somit die Fixierung des Nachfolgers für den scheidenden Venezolaner Vito Ippolito statt.

Vito Ippolito scheidet im Dezember dieses Jahres aus seinem Amt als FIM-Präsident aus. Die Amtszeit des Venezolaners kann nach drei Perioden und zwölf Jahren gemäß der FIM-Statuten nicht mehr verlängert werden. Als aussichtsreicher Kandidat auf die Nachfolge von Ippolito gilt Dr. Wolfgang Srb (70). Der Wiener, der seit vielen Jahren FIM-Funktionär ist und seit den 1990er-Jahren bis in das Jahr 2014 als Präsident der Motocross-Kommission agierte, ist studierter Jurist.

Srbs Herausforderer bei der FIM-Präsidenten-Wahl im Rahmen des Kongresses am 1. Dezember im französischen Nantes ist Jorge Viegas. Der 61-jährige Portugiese agiert im Wahlkampf relativ offensiv und bisweilen ungestüm, was bei der FIM auch intern auf wenig Zustimmung stossen soll. Der ursprüngliche Gegenkandidat aus Katar hat seine Bewerbung längst zurückgezogen und steht auf der Seite von Srb.

Für Wolfgang Srb, der die FIM bei seinem MotoGP-Heimrennen auf dem Red Bull Ring in Spielberg bei den Podiumszeremonie vertrat, wäre die Wahl zum FIM-Präsident der nächste logische Schritt in der Karriere. Seine Wiederwahl zum Chef der FIm Europe wurde zuletzt zu einem Erdrutsch-Sieg von Srb gegen den Kandidaten aus Griechenland.

Srb brennt für die kommenden Aufgaben. «Ich bin sehr zuversichtlich, was die FIM-Präsidentenwahl betrifft. Momentan herrscht natürlich vielerorts Wahlkampfstimmung. Ich mache aber meine Arbeit wie vorher auch. Ich lasse mich da nicht groß anstecken.»

«Leider kann man nicht überall zugleich sein, das ist das Grundproblem eines Präsidenten», weiß Srb. Er kündigt an: «Wenn ich Präsident werden sollte, werde ich meinen Wohnsitz in die Nähe des FIM-Hauptsitzes in Mies verlegen. Es müssen kurze Wege gegeben sein.»

Srb hatte viele Jahre lang die Gummistiefel fix mit im Reisegepäck, diese Verbundenheit zum Motocross besteht nach wie vor. «Ich freue mich, dass ich beim Motocross-Event in Frauenfeld sein konnte und auch in Sevlievo dabei sein kann.»

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