Alex Hofmann und KTM: Das Ende einer dynamischen Ära
Der deutsche MotoGP-Experte und Ex-Grand-Prix-Pilot Alex Hofmann ist nicht mehr für KTM tätig. Verantwortlich sind die Sparmaßnahmen der Oberösterreicher im Zuge des wirtschaftlichen Neuaufbaus.
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Der nicht nur im deutschsprachigen Raum viel beachtete und geschätzte MotoGP-Experte Alex Hofmann überraschte seine Anhänger am vergangenen Wochenende mit einem Posting auf Social Media. Darin deutete der 44-jährige Deutsche einen Abschied von KTM an – bedankte sich bei Größen des KTM-Managements wie zum Beispiel dem langjährigen KTM-Marketing- und Vertriebsvorstand Hubert Trunkenpolz.
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"Bye, bye an meine orange Familie. Wir hatten eine tolle Zeit und werden alle auch sicherlich weiterhin Spaß haben auf den Rennstrecken dieser Welt", erklärte Hofmann kurz. Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com wurde Alex Hofmann konkreter und bestätigte: "Korrekt ist – es bestand eine enge Verbindung durch meine Rolle als Markenbotschafter. Für 2025 läuft diese Vereinbarung aus. Es ist eine der vielen Maßnahmen, die KTM jetzt ergreifen musste, um wieder Stabilität herzustellen. Das war eine sehr gute gemeinsame Zeit, aber es ist nachvollziehbar, wie es jetzt läuft."
Fakt ist: KTM muss sich neu aufstellen und in sämtlichen Abteilungen den Sparstift ansetzen. Ende April sollen etwa 600 Mio. Euro auf dem Konto des Insolvenzverwalters sein. Bis Ende Mai können dann die Gläubiger der Gruppe mit der 30-Prozent-Barquote ausgezahlt werden.
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Es ist nicht falsch, vom Ende einer Ära zu sprechen. Alex Hofmann hatte im November 2015 den MotoGP-Shakedown in offizieller Mission auf der damals völlig neuen KTM RC 16 auf dem Red Bull-Ring absolviert. Er und Mika Kallio waren die ersten MotoGP-Tester bei KTM. Schon vor seiner Rolle als KTM-Markenbotschafter bestand durch Hofmanns MX-Leidenschaft und sportliche Vergangenheit eine Freundschaft zum heutigen KTM-Sportdirektor Pit Beirer.
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Hofmann fährt seit Jahren auch seine TV-Streckenpräsentationen für den österreichischen MotoGP-Privatsender ServusTV mit einem KTM-Bike. In welcher Form die authentische Streckenvorstellung weitergefahren wird, steht heute noch nicht endgültig fest.
Alex Hofmann, der in Mindelheim aufgewachsen ist und mit seiner Familie in Spanien lebt, hat auch immer wieder die KTM-Offroad- und Enduro-Bikes für Fotoshootings und Kataloge getestet. Auf Asphalt war dabei auch immer wieder mit Ex-MotoGP-Kollege Jeremy McWilliams im Einsatz. Auch der Ire war lange Jahre als Entwicklungspilot in KTM-Diensten – auch er fiel den Sparmaßnahmen zum Opfer. Oft zu sehen war Alex Hofmann außerdem in Mattighofen. Als Experte hatte er etliche Auftritte bei Events und den regelmäßigen "Tech-Talks" im 2019 eröffneten KTM-Museum "Motohall".
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