Gespann-WM: Zwei Teams mit illegalem Sprit erwischt

Von Axel Koenigsbeck
Motocross-Gespann-WM
Von Spritprobe eingebremst: Etienne Bax und Nicolas Musset

Von Spritprobe eingebremst: Etienne Bax und Nicolas Musset

Weil Bax/Musset beim Motocross-GP von Frankreich mit nicht regelkonformem Sprit auffällig wurden, büßten sie ihre dort erkämpften WM-Punkte und die WM-Führung ein. Auch Multimeister Daniël Willemsen wurde auffällig.

Mehr Leistung dank höherer Oktan-Werte – das Rezept ist nicht neu. Schon früher versuchten auch Motocrosser, ihren Gefährten mit hochoktanigem Flugbenzin und anderem Gebräu Beine zu machen. Föderationen wie die FIM schoben dem mit klar definierten Vorgaben einen Riegel vor. Wer das Reglement aufmerksam liest, weiß seit geraumer Zeit, was er tanken darf.

Solche Kenntnis sollte man auch bei Daniël Willemsen und Etienne Bax voraussetzen. Aber die beiden Niederländer begingen den Fehler, nicht homologierten Kraftstoff zu verwenden. Beim ersten der beiden Frankreich-GP in Chaumont zog die Jury überraschend Spritproben und beide Teams wurden auffällig. Bereits vor dem letzten Juni-Wochenende machte die Nachricht die Runde, dass Bax und Willemsen ihre WM-Punkte von Chaumont aberkannt würden. Die endgültige Entscheidung darüber fiel jedoch erst am Freitag des Iffendic-GP. Damit führten Valentin Giraud/Elvijs Mucenieks plötzlich die Weltmeisterschaft an.

Streng genommen ging es jedoch nicht um Sprit mit höheren Oktan-Werten. Bemängelt wurde von der FIM primär, dass der Kraftstoff homologiert sein muss. Und diesen Nachweis konnten Willemsen und Bax nicht erbringen. Umso peinlicher, weil der illegale Sprit ihnen keinerlei Vorteile bringt. Motoren-Lieferant Zabel: «Unsere Triebwerke sind auf den handelsüblichen Kraftstoff ausgelegt, wie er von der FIM vorgeschrieben ist. Die laufen mit anderem Sprit nicht besser!»

Der Beweis folgte prompt beim GP in Iffendic, wo beide Teams selbstredend mit «sauberem» Benzin starteten: Bax siegte in beiden Läufen klar, und Willemsen behauptete sich ebenfalls in der Spitzengruppe – ganz wie gewohnt. Immerhin: Auf diese Weise haben die beiden Niederländer zusätzlich Spannung in die WM gebracht.

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