NEC: Vierfacher Assen-Abräumer vom Team Kiefer

Von Esther Babel
Northern Europe Cup
Viel zu tun im Team Kiefer

Viel zu tun im Team Kiefer

Mit insgesamt vier Podiumsplatzierungen beim ersten Rennen in Assen am Sonntag hat der deutsche Rennstall in Sachen Nachwuchsarbeit offenbar den richtigen Weg eingeschlagen.

Die zweite Saison des ADAC Northern Europe Cup (NEC) begann am vergangenen Wochenende auf der Grand-Prix-Strecke des TT Circuit im Norden der Niederlande. Die internationale Nachwuchsserie war zu Gast bei der Superbike Weltmeisterschaft. Bei durchwegs trockenen Bedingungen, aber kalten Temperaturen und teilweise sehr starkem Wind, wurden die Teilnehmer vor eine harte Probe gestellt.
 
Aus der Sicht von Kiefer Racing nahm jedoch alles seinen geplanten Lauf.

ADAC NEC Titelverteidiger in der Standard-Kategorie, Dirk Geiger, stürmte am Samstag zur Pole-Position und krönte am Sonntag das Wochenende mit dem Sieg. 
«Das ist uns natürlich ein toller Start in die Saison gelungen. Ich freue mich riesig», so Geiger. «Ich mag die Strecke in Assen und es hat sehr viel Auftrieb gegeben, dass ich in den Trainings meine Rundenzeiten immer alleine fahren konnte. Der Start ins Rennen ist mir gut gelungen, obwohl bis zur ersten Kurve alle Fahrer der GP-Klasse, die hinter mir standen, an mir vorbei fuhren. Doch in den ersten Kurven konnte ich mich gut einreihen und dann auch mit diesen Fahrern gut mithalten. Auf den Geraden konnten sie sich klarerweise absetzen, aber in den Kurven war ich wieder dran und konnte zudem gut mitmischen.»

Geiger’s Teamkollege Toni Erhard wurde nach einer starken Aufholjagd Zweiter, während Leon Orgis etwas Pech hatte und aufgrund eines Sturzes ausschied. «Mein Rennen verlief wirklich gut», bestätigt Erhard. «Schon am Start bin ich super weg gekommen, doch in den ersten Kurven wurde ich ein wenig eingezwickt. Als es zum ersten Mal auf die Gegengerade ging, war ich sehr weit hinten und dachte, ok, der Zug ist wohl abgefahren. Doch der starke Wind spielte irgendwie in meine Karten, da die Spitze nicht in der Lage war, richtig schnelle Rundenzeiten zu fahren. So konnte ich mich über die Distanz Stück für Stück ran arbeiten und zum Schluss noch mitfighten, obwohl relative viele Fahrer der GP-Klasse dabei waren.»

In der ADAC NEC GP-Klasse, in der mit in etwa baugleichen Rennmaschinen wie im Grand-Prix-Sport gefahren wird, gehörten Sasha de Vits und Kevin Orgis zu den tonangebenden Fahrern. Die Beiden hätten sich gerne am Sonntag den Sieg unter sich ausgemacht, hätte in der letzten Runde nicht noch Lokalmatador Ernst Dubbink dazwischen gefunkt. Rang 2 für Orgis und De Vits als Dritter ist trotzdem ein Erfolg für die ehrgeizige Nachwuchsarbeit bei Kiefer Racing.

«Mein Start gelang mir nicht ganz so wie geplant und ich musste mich anfänglich mit einigen langsameren Fahrer abmühen», meint Kevin Origs. «Ich konnte mich aber relativ schnell frei fahren und zügig zur Führungsgruppe aufschliessen. Der starke Wind hat die Sache allerdings sehr schwierig gemacht, obwohl ich das Gefühl hatte, dass ich damit besser klar komme als die Anderen. Gegen Rennende hat der Wind auch etwas nach gelassen. Auf den Geraden hatte ich jedoch deutliche Nachteile, aber auf der Bremse und in den Kurven konnte ich die Lücke meistens wieder schliessen und überholen. In der letzten Runde hat mich Ernst Dubbink noch überholt. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet, weil er schon zuvor einmal versuchte mich zu überholen und dabei einen weiten Bogen fahren musste. Ich denke, bei jedem anderen Fahrer hätte ich es geschafft, diesen in der letzten Kurve noch zu überholen. Nur bei Dubbink geht das nicht so einfach, noch dazu in Assen.«

Die nächste Station des ADAC Northern Europe Cup ist in drei Wochen im Rahmen der Langstrecken-WM Speedweek in Oschersleben.

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