Kleine Fortschritte bei MIE Honda: Schlechtestes Team
Bei den Meetings der Superbike-WM 2022 in Aragón und Assen kämpften die MIE Honda-Piloten Leandro Mercado und Hafizh Syahrin mit ihrer CBR1000RR-R. Nach viel Tüftelarbeit am Showa-Fahrwerk wurde ein WM-Punkt eingefahren.
MIE Honda begann erst wenige Tage vor dem Saisonauftakt der Superbike-WM 2022 mit Tests auf der Rennstrecke, die Ergebnisse in Aragón waren wenig überraschend ernüchternd. Leandro Mercado erreichte in den Rennen die frustrierenden Positionen 20, 20 und 21. Teamkollege Hafizh Syahrin kam als 22, 21 und 20 ebenfalls schlecht weg.
Das gravierendste Manko der CBR1000RR-R ist ein massiver Reifenverschleiß. Dabei setzt das am Sachsenring ansässige Team wie das HRC-Werksteam auf Federelemente von Showa, hat aber zwei Jahre mehr Erfahrung in Kombination mit der Triple-R.
"Für Assen haben wir einige große Änderungen am Set-up vorgenommen. Tatsächlich haben wir einen weiteren Schritt nach vorne gemacht, aber nicht so deutlich wie erwartet. Selbst mit neuen Reifen konnten wir unsere Rundenzeit nicht verbessern. Wir müssen verstehen, warum wir durch die schnellen Sektoren, die langen Kurven und bei Richtungswechseln so viel verlieren", grübelte Mercado nach den freien Trainings in Assen. "Am Samstagmorgen haben wir eine wichtige Änderung an der Fahrwerksabstimmung vorgenommen und ich fühlte mich besser. In der Superpole konnte ich etwas mehr pushen und im ersten Rennen konnte ich zuerst das Tempo im Mittelfeld mitgehen. Leider sind wir über die Renndistanz immer noch nicht voll gerüstet. Sobald der Hinterreifen nachlässt, habe ich Mühe am Kurvenausgang und auch auf der Bremse."
Nach Platz 19 am Samstag erreichte der 30-Jährige im Superpole-Race Platz 18 und eroberte im zweiten Lauf als 15. den ersten WM-Punkt von MIE Honda der Saison. Damit ist MIE in der Teamwertung schlechtestes Team.
"In der ersten Rennhälfte lief es besser, aber danach kämpfte ich mit dem Hinterreifen. Er verliert massiv an Leistung und wenn das passiert, kann ich die Pace nicht halten und kann nicht mehr pushen", erklärte der Argentinier besorgt. "Ich habe vor allem in den schnellen Sektoren viel Zeit verloren und konnte nicht so angreifen und pushen, wie ich es mir gewünscht hätte. Wie auch immer, wir haben unser Rennen absolviert und sind in die Punkte gekommen. Es war ein wichtiges Wochenende für uns, um ein klareres Bild zu bekommen, viele Daten zu sammeln und um uns weiter zu verbessern."
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