EBR (Buell): Drei Motorschäden in acht Rennen!

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Aller Anfang ist schwer: Das Team Hero EBR

Aller Anfang ist schwer: Das Team Hero EBR

Neueinsteiger EBR war mutig, sich mehr oder weniger unvorbereitet dem harten Wettbewerb der Superbike-WM zu stellen. Es droht ein Desaster.

Durch das Engagement in der Superbike-WM wollte Erik Buell für seine Marke EBR sowie für das neueste Modell, die 1190RX neue Märkte erschliessen. Nach drei Meetings muss die Frage erlaubt sein, ob sich die als verkaufsfördernde geplante Maßnahme nicht ins Gegenteil umkehrt.

Woran liegt es?

Die beiden EBR-Piloten Aaron Yates und Geoff May haben nicht das Kaliber, um in der Superbike-WM auf vorderen Positionen mitzukämpfen, auch nicht auf konkurrenzfähigem Material von Aprilia oder Kawasaki. Zudem sind die meisten Pisten für die beiden Amerikaner unbekanntes Terrain – zur Entwicklung eines neuen Bikes auch kein Vorteil.

Zudem hinkt die 1190RX technisch hinterher. Der Top-Speed ist erbärmlich, obwohl EBR nach Superbike-Reglement antritt. Selbst auf die Ducatis mit demselben Motorenkonzept, büssen die Amerikaner 25 km/h ein. Die Evo-Bkes fahren den EBRs um 10 bis 15 km/h davon. Und standfest ist der V2 aus Wisconsin auch nicht. Zuletzt in Assen fielen Yates und May im ersten Rennen mit rauchendem Motor aus.

«Wir haben uns so auf die Rennen gefreut», sagte Geoff May in Assen. «Wir hatten aber Probleme, die richtige Pace zu finden. Dann haben wir eine wirklich gute Richtung eingeschlagen und sind im Trockenen immer schneller geworden. «Im Warm-up war es nass. Ich fühlte mich sehr komfortabel und ich dachte, ich könnte in die Punkteränge fahren. Doch im erste Rennen hatten wir zum zweiten Mal ein Problem mit dem Motor.»

Wenn May vom zweiten Motorschaden spricht, dann meint er nicht seinen eigenen und den bei seinem Teamkollegen Aaron Yates, sondern seinen Motorschaden im ersten Rennen in Aragón! «Es wäre gegenüber den anderen Piloten nicht richtig gewesen, wenn wir das zweite Rennen gefahren wären ohne zu wissen was passiert war. Wir wollten kein Risiko eingehen und haben, auch zu meiner eigenen Sicherheit, auf das zweite Rennen verzichtet», sagte May.

May und Yates haben gemeinsam acht Rennen absolviert (Yates je zwei auf Phillip Island und in Aragón, eines in Assen, May zwei in Aragón und eines in Assen) und hatten zusammengenommen drei Motorschäden im Rennen zu beklagen. Eine Ausfall-Quote von 37%.

Wer würde schon ein solches Motorrad kaufen?

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