Superbike-WM 2015: Manche Teams noch mit Evo-Bikes!

Von Kay Hettich
Santiago Barragan steht mit der Evo-Kawasaki auf verlorenem Posten

Santiago Barragan steht mit der Evo-Kawasaki auf verlorenem Posten

Die Zweiklassengesellschaft der Saison 2014 wurde mit dem aktuellen Reglement abgeschafft. Doch noch immer fahren Evo-Bikes in der Superbike-WM mit. Zum Beispiel bei Grillini Kawasaki.

Um das Teilnehmerfeld aufzufüllen, wurden im Superbike-Reglement der Saison 2014 zwei technische Regeln implementiert: Zum einen durften hochgetunte Superbikes eingesetzt werden, zum anderen die abgespeckten und leistungsschwächeren Evo-Bikes. Auch spezielle Reifen von Pirelli änderten nichts daran, dass die Motorräder nach Evo-Regeln nur maximal zehnte Plätze erreichen konnten.

Mit dem einheitlichen Reglement für die Saison 2015 war das einmal – dachte man. Doch das Regelwerk beschreibt nur eine Obergrenze des erlaubten Tunings, keine Untergrenze. Deshalb sehen wir im aktuellen Teilnehmerfeld noch immer vereinzelte Evo-Bikes, die gegen die Werksmotorräder Kawasaki und Ducati nicht den Hauch einer Chance haben.

Eines dieser Teams ist Grillini Kawasaki. «In den ersten beiden Runden in Australien und Thailand nutzten wir das Evo-Bike aus dem letzten Jahr, denn es war nicht genügend Zeit für neues Material. Ab Aragón sollten wir all diese neuen Teile haben, um uns zu verbessern. Unglücklicherweise warten wir noch darauf, also machen wir so weiter wie zu Saisonbeginn», erklärt Pilot Santiago Barragan.

«Unsere Motoren sind wie Stock-Motoren gebaut, aber das ist die Superbike Kategorie. Da gibt es einen Unterschied von 20 oder 30 PS», verrät der Spanier. «Wenn man sich den Top-Speed anschaust, liegen wir immer 20 bis 30 km/h dahinter. Es ist schwierig, so zu kämpfen. Ich will in der Lage sein, an anderen Leuten dranzubleiben, aber in Misano war es einfach unmöglich: Auf jeder kleinen Geraden fuhren sie eine Sekunde oder mehr von mir davon und das mit reiner Beschleunigung, aufrecht auf dem Bike. Es war unmöglich, jemandem zu folgen.»

Die Situation frustriert. «Es gibt Strecken, wo der Unterschied weniger zu merken ist. Aragon war eine davon: Ich kenne diese Strecke gut und konnte mehr an der Gruppe vor mir dranbleiben und schafft es fast in die Top-10», ergänzt der 28-Jährige. «Sonst ist es in unserer momentanen Situation schwierig Punkte zu holen. Im Moment ist es ein Erfolg überhaupt irgendwo hin zu kommen. Es ist schwierig...mehr als alles andere, denn es ist langweilig!»

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