Ducati und Triumph in Supersport-WM: Probejahr in BSB

Von Ivo Schützbach
Wir freuen uns auf die Ducati Panigale 955 in der Supersport-Klasse

Wir freuen uns auf die Ducati Panigale 955 in der Supersport-Klasse

Regelmäßige Besucher von SPEEDWEEK.com kennen die Pläne für eine Hubraumerweiterung in der Supersport-WM. 2021 übernimmt die Britische Meisterschaft eine wichtige Vorreiterrolle.

Weil der Markt für Supersport-Maschinen mit 600 ccm seit Jahren schrumpfend ist, bemüht sich WM-Promoter Dorna zusammen mit den Herstellern schon länger um ein zukunftsweisendes Konzept. Der Trend geht zu immer hubraumstärkeren Maschinen, dem soll das neue Reglement gerecht werden.

Zukünftig soll Triumph mit seiner Dreizylindermaschine mit 765 ccm oder MV Agusta mit der F3 800 ebenso mitfahren dürfen, wie Ducati mit der V2-Panigale 955. Auch Bikes wie die Aprilia RS 660 sind erwünscht.

Um diese sehr verschiedenen Motorräder in ein technisches Reglement zu zwängen, wurde von den Technikern des Motorrad-Weltverbands FIM ein aufwändiges Balance-System erarbeitet.

Inzwischen gehen FIM, Dorna und die Hersteller davon aus, dass das neue Reglement in der Weltmeisterschaft für 2022 kommt.

Bereits nächstes Jahr sehen wir die Generalprobe dafür in der Britischen Supersport-Meisterschaft. Die Triumph 765 wird ab dem ersten Rennen 2021 erlaubt sein, später in der Saison dann auch die Ducati Panigale 955.

«Es freut mich, dass unsere Ideen bei Promotern nationaler Meisterschaften und der FIM auf Zustimmung stoßen», hielt SBK Executive Director Gregorio Lavilla fest. «Dass wir die Unterstützung von MSVR in Großbritannien haben, ist sehr gut. Wir werden mit allen Beteiligten eng zusammenarbeiten, damit das ein Erfolg wird. Wir möchten für die Zukunft gleiche technische Regeln für beide Meisterschaften und vielleicht andere nationale Serien schaffen.»

«In Anbetracht der Marktsituation ist es notwendig, dass die FIM die Regeln anpasst», unterstrich Franck Vayssié, FIM Circuit Racing Commission Director. «Nur so können wir das Interesse an dieser Klasse hochhalten und dafür sorgen, dass alle Fahrer und Teams faire Voraussetzungen haben. Die FIM wird eng mit den Promotern und Herstellern zusammenarbeiten, um dieses aufregende Projekt voranzutreiben.»

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