Marcel Brenner: «Das Schweizer Fernsehen hilft viel»

Von Ivo Schützbach
Marcel Brenner auf der VFT-Yamaha

Marcel Brenner auf der VFT-Yamaha

Bis nächsten März ist Marcel Brenner in der Sportfördergruppe der Schweizer Armee und kann sich dort ideal auf die Supersport-WM 2022 vorbereiten. Der 24-Jährige will mit seinem diesjährigen Team VFT Yamaha weitermachen.

Über die Moto2-Europameisterschaft wollte es Marcel Brenner in den GP-Sport schaffen. Doch finanziell wurde es immer schwieriger, deshalb wechselte der 24-Jährige für 2021 in die IDM Supersport ins Yamaha-Team von Koni Hess.

Dann ergab sich für Marcel die Möglichkeit, ab dem zweiten August-Wochenende in die Supersport-WM zu wechseln, was eigentlich erst für 2022 geplant war. VFT Racing ist ein kleines, aber feines Team um den ehemaligen Rennfahrer Fabio Menghi und dessen Familie. Brenner hat sich bei ihnen schnell eingelebt und schaffte es in 13 Rennen in dieser Saison sechsmal in die Punkte. Für einen Höhepunkt sorgte er in Barcelona mit dem sauberen fünften Platz.

Mit VFT Yamaha soll es auch 2022 weitergehen. «Aktuell bin ich dabei, die Finanzierung mit den Sponsoren abzusichern», erzählte Brenner SPEEDWEEK.com. «Ich bin fast jeden Tag dran sie anzurufen und zu schauen, ob ich das hinbekomme. Wir müssen auch neue Firmen finden, die groß einsteigen, damit das möglich ist. Wenn ich hart daran arbeite, dann wird das gut. Ich habe noch Zeit, Fabio macht keinen Druck, er möchte unbedingt mit mir zusammenarbeiten. Ich hätte noch ein Angebot für die Moto2-EM, das kommt für mich aber nicht in Frage. Ich sehe in der Supersport-WM viel mehr Potenzial, auch was die Sponsoren angeht.»

Abgesehen von ein paar Spitzenpiloten müssen in der Supersport-WM alle Fahrer Geld mitbringen; dafür rufen die Teams zwischen 150.000 und 280.000 Euro pro Saison auf.

Positiv für Brenner: Wegen Seriensieger und Weltmeister Dominique Aegerter überträgt jetzt auch das Schweizer Fernsehen, bislang gab es für dieses nur MotoGP. Durch den Wechsel von Randy Krummenacher und Aegerter in die Supersport-Klasse, und den Rücktritt von Tom Lüthi zum Saisonende, ist im GP-Sport 2022 erstmals seit vielen Jahren kein Schweizer dabei, dafür mindestens drei in der Supersport-WM. Macht der Westschweizer Stéphane Frossard weiter, wären es sogar vier.

«Wir hatten die letzten paar Wochen einige Sponsorenevents, alle waren sehr begeistert», lobt Brenner die Angebotserweiterung des Schweizer Fernsehens. «Jetzt können sie die Rennen live mitverfolgen, das hilft, um neue Firmen zu finden. Auch ich werde vom Kommentator erwähnt, aber natürlich steht Aegerter im Fokus. Mein Ziel für nächstes Jahr ist, dauerhaft in die Top-10 zu fahren. Es soll Richtung Top-5 gehen, dann wird das anders aussehen. Mit dem neuen technischen Reglement wird Erfahrung viel zählen. Ich hoffe, dass es keinen Riesenunterschied zu Ducati und den anderen neuen Bikes gibt.»

Fahrer und Teams Supersport-WM 2022:

Kallio Yamaha: Patrick Hobelsberger (D), Soomer?

Bardahl Evan Bros Yamaha: Steven Odendaal (ZA), Peter Sebestyen (H)

Ten Kate Yamaha: Dominique Aegerter (CH), ?

VFT Yamaha: Marcel Brenner (CH)

EAB Yamaha: Glenn van Straalen (NL), ?

GMT94 Yamaha: Cluzel? Debise?

MS Yamaha: Orradre? Valle?

Aruba.it Ducati: Nicolò Bulega (I)

Barni Ducati: Oliver Bayliss (AUS)

CM Ducati: Randy Krummenacher (CH)

AltoGo Ducati: Ottaviani?

MTM Kawasaki:
Adrian Huertas (E)

Puccetti Kawasaki: Can Öncü (TR), Yari Montella (I)

Motozoo Kawasaki: Jeffrey Buis (NL), Ben Currie (AUS)

Prodina Kawasaki: Tom Booth-Amos (GB)

Dynavolt Triumph: Smith? Paasch? Cluzel?

MV Agusta Reparto Corse: Tuuli? Sofuoglu?

FETT = Bestätigt


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