MotoGP: Das hatte Ducati anders geplant

SSP-Debüt von John McPhee: Fettes Grinsen im Gesicht

Von Kay Hettich
John McPhee muss sich noch an die Power der Supersport-Kawasaki gewöhnen

John McPhee muss sich noch an die Power der Supersport-Kawasaki gewöhnen

Weil John McPhee zu alt für die Moto3 ist, unterschrieb der Schotte beim neuen Kawasaki-Team Vince64 by Puccetti für die Supersport-WM 2023. Beim Jerez-Test lernte er die ZX-6R kennen.

Seit 2012 fuhr John McPhee in der Moto3-WM, doch 2022 war seine letzte Saison. Denn das Alterslimit in der GP-Nachwuchsserie beträgt 28 Jahre, der Schotte wird am 14. Juli aber 29 Jahre alt. Deshalb wurden McPhee und sein Manager Michael Laverty bei Teams der Supersport-WM vorstellig. Zur Einigung kam es mit dem neuen Team Vince64, das technisch von Puccetti Racing unterstützt wird.

McPhee verfügt über keine Erfahrung mit größeren Motorrädern, von einem einmaligen Auftritt in der Moto2 beim Aragon-GP 2021 einmal abgesehen. Die ZX-6R verfügt fast über die dreifache Motorleistung als die 250-ccm-Bikes der Moto3.

Beim zweitägigen Jerez-Test gab der Schotte am Mittwoch sein Debüt im Umfeld der seriennahen Weltmeisterschaft. «Das ist mein erster Tag auf einer 600er und ich grinse immerzu. Ich habe so viel zu lernen und muss noch viele Erfahrung sammeln», sagte der 28-Jährige. «Nach zehn Jahren im GP-Paddock in der Moto3 ist es eine große Veränderung, aber es ist großartig. Das Team ist spitze und die Zusammenarbeit mit den Jungs sehr angenehm.»

Am ersten Testtag erreichte McPhee eine Rundenzeit von 1:46,254 min und war damit 3,8 sec langsamer als der schnellste Supersport-Pilot, Ducati-Ass Nicolo Bulega. «Ich habe keine Erfahrung mit diesen Bikes und hatte keine Erwartungen hinsichtlich Rundenzeiten, Abstimmung, das Gefühl, der Reifen oder was auch immer. Ich wollte einfach nur viele Runden fahren und mich mit dem Bike vertraut machen», winkte McPhee ab. «Bisher bin ich zufrieden. Wir sind viel mit gebrauchten Reifen gefahren und haben es nicht auf schnelle Zeiten angelegt.»

Zeiten Jerez-Test, 25. Januar 2023
Pos Kategorie Fahrer (Nat./Motorrad) Zeit/Diff
1. SBK Toprak Razgatlioglu (TR/Yamaha) 1:38.597 min
2. SBK Álvaro Bautista (E/Ducati) + 0,255 sec
3. SBK Michael Rinaldi (I/Ducati) + 0,643
4. SBK Jonathan Rea (GB/Kawasaki) + 0,705
5. SBK Alex Lowes (GB/Kawasaki) + 1,087
6. SBK Danilo Petrucci (I/Ducati) + 1,193
7. SBK Xavi Vierge (E/Honda) + 1,282
8. SBK Iker Lecuona (E/Honda) + 1,286
9. SBK Dominique Aegerter (CH/Yamaha) + 1,337
10. SBK Scott Redding (GB/BMW) + 1,401
11. SBK Garrett Gerloff (USA/BMW) + 1,469
12. SBK Andrea Locatelli (I/Yamaha) + 1,630
13. SBK Philipp Öttl (D/Ducati) + 1,637
14. SBK Remy Gardner (AUS/Yamaha) + 1,954
15. SBK Michael vd Mark (NL/BMW) + 2,173
16. SBK Tom Sykes (GB/Kawasaki) + 2,286
17. SBK Loris Baz (F/BMW) + 2,443
18. SBK Oliver König (CZ/Kawasaki) + 3,034
19. SBK Lorenzo Baldassarri (I/Yamaha) + 3,129
20. SSP Nicolo Bulega (I/Ducati) + 3,857
21. SSP Can Öncü (TR/Kawasaki) + 3,869
22. SSP Federico Caricasulo (I/Ducati) + 3,941
23. SSP Andrea Mantovani (I/Yamaha) + 4,469
24. SBK Florian Marino (F/Kawasaki) + 4,618
25. SSP John McPhee (GB/Kawasaki) + 7,657

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