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Chinesen geben Gas: QJ Motor testet in Cremona

Von Kay Hettich
Gruppenfoto zum Test-Abschluss in Cremona

Gruppenfoto zum Test-Abschluss in Cremona

Während die Homologation der SRK800RR durch die noch FIM aussteht, treibt der chinesische Hersteller QJ Motor vor dem Supersport-Meeting in Assen die Entwicklung mit einem Test auf dem Cremona Circuit weiter voran.

Der Einstieg von QJ Motor in die Supersport-WM 2024 war eine Überraschung, denn in der Produktpalette war kein Motorrad, das auf WM-Niveau konkurrenzfähig sein würde. Der 800er-Reihenvierzylindermotor der SRK800RR leistet vom Fließband lediglich 95 PS. Die als Referenz eingestufte Yamaha R6 hat ab Werk eine Leistung von 118 PS und im Renntrimm circa 145!

Außerdem ist die Serienmaschine im Vergleich zur Konkurrenz zu schwer und bringt mit leerem Tank über 190 Kilogramm auf die Waage. Das Mindestgewicht in der Supersport-WM liegt für alle außer Ducati (166 kg) bei 161 kg.

Beim Debüt in Barcelona büßte QJ-Pilot Raffaele De Rosa auf seiner schnellsten Runde (1:47,600 min, gefahren im zweiten Rennen) 3,3 sec auf die schnellste Zeit von Ducati-Ass Adrian Huertas (1:44,197 min, gefahren in der Superpole) ein! Skeptiker hielten im Vorfeld einen noch größeren Rückstand für möglich.

Weil es im Rahmen des Supersport-Reglements unmöglich wäre, das aktuelle Motorrad auf WM-Niveau zu bringen, arbeitet QJ Motor im ersten Jahr an einem neuen Homologationsmodell. Daher nimmt das Werk aus China mit dem Segen der FIM ohne Homologation teil und ist nicht punkteberechtigt.

Offensichtlich ist: QJ Motor nimmt sein Engagement in der seriennahen Weltmeisterschaft ernst. So verbündete es sich mit dem Team von Manuel Puccetti (in Supersport- und Superbike-WM mit Kawasaki), der sich um die organisatorische und logistische Abwicklung kümmert. Gemeinsam legte man in dieser Woche einen Test auf dem Cremona Circuit ein. «Es war ein sehr guter Test – wir sind bereit für Assen», hieß es aus Teamkreisen.


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