24h Le Mans

Hyperpole: Neues Format bei Qualifikation in Le Mans

Von Oliver Müller - 18.12.2019 17:54

Noch bevor im September 2020 die Hypercars in der FIA WEC Einzug halten, gibt es im kommenden Juni bei den 24h von Le Mans schon die Hyperpole. Das ist eine Session für die besten sechs Fahrzeuge pro Klasse.

Der Le-Mans-Veranstalter ACO (Automobile Club de l’Ouest) bzw. die Verantwortlichen der Sportwagen-WM (FIA WEC) haben ein neues Lieblingswort: Hyper. Denn nachdem die Nachfolge-Klasse der LMP1 ab Herbst 2020 den Namen Le Mans Hypercar (LMH) erhält, wird auch das Format der Qualifikation bei den 24 Stunden von Le Mans umbenannt. Die Pole-Position wird nun in der sogenannten Hyperpole entschieden.

Dahinter steckt ein neues System, das den Zuschauern mehr Spektakel bieten soll. Denn Ziel der Hyperpole ist es, den Fahrzeugen eine einigermaßen frei Runde zu bieten. Bei bis zu 62 startenden Rennwagen war dies auf dem 13,626 Kilometer langen 'Circuit de la Sarthe' zuletzt kaum noch gewährleistet. Zudem ist in der Hyperpole auch die Reifenwahl freigestellt. Das bedeutet, dass die Teams wohl die jeweils weichste Mischung aufschrauben werden. Somit könnte (falls der Wettergott mitspielt) vielleicht sogar ein neuer Rundenrekord aufgestellt werden. Die aktuelle Bestmarke stammt aus dem Jahr 2017, als Kamui Kobayashi im Toyota TS050 Hybrid unglaubliche 3:14,791 Minuten in den Asphalt brannte.

An der Hyperpole dürfen jedoch nur die jeweils sechs besten Fahrzeuge der vier vertretenen Klassen LMP1, LMP2, GTE Pro und GTE Am teilnehmen – also 24 Fahrzeuge insgesamt. Um diese zu ermitteln, wird die komplette Qualifikation umgebaut. Während in den letzten Jahren immer drei Sessions über jeweils zwei Stunden zur Ermittlung der Startplätze angesetzt waren, wird ab 2020 die Qualifikation auf insgesamt nur noch 45 Minuten verkürzt. Diese Session findet am Mittwoch (10. Juni) von 23:15 bis 24:00 Uhr statt.

Die besten Sechs aus jeder der vier Klassen ziehen dann in die Hyperpole ein, die Donnerstag (11. Juni) von 21:00 bis 21:30 Uhr ausgetragen wird. Ab Position sieben pro Klasse stehen die Startplätze somit schon nach der Qualifikation am Mittwochabend fest. Neu ist außerdem, dass die einzelnen Klassen nun ordentlich hintereinander sortiert im Grid für das Rennen stehen werden – sprich alle LMP1, vor allen LMP2, vor allen GTE Pro und vor allen GTE Am.

«Mit diesem neuen Qualifying-Format und dem Hyperpole-Showdown für die 24 schnellsten Teilnehmer - sechs aus jeder der vier Klassen - garantieren wir zwei aufregende Sessions sowohl für Fahrer als auch für Zuschauer. Dabei liegt der Fokus auf Geschwindigkeit und auf der Suche nach der perfekten Runde. Adrenalin, Spannung und Konzentration werden sich bei jedem Team auf dem Maximum befinden», freut sich ACO-Präsident Pierre Fillon schon unheimlich auf die Hyperpole.

Das ist der neue Zeitplan für die Trainingstage in Le Mans

Mittwoch
15:30–20:00 Uhr: Freies Training
22:00–23:00 Uhr: Freies Training
23:15–24:00 Uhr: Qualifying

Donnerstag
17:00–19:00 Uhr: Freies Training
21:00–21:30 Uhr: Hyperpole
22:00–24:00 Uhr: Freies Training

Kamui Kobayashi (M.) stellte 2017 einen Rundenrekord in Le Mans auf © LAT Kamui Kobayashi (M.) stellte 2017 einen Rundenrekord in Le Mans auf

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