Hockenheim: Zwei Mal Startplatz 9 für Mick Schumacher

Von Otto Zuber
ADAC Formel 4
Mick Schumacher erkämpfte sich im Qualifying für die beiden ersten Hockenheim-Läufe einen Top-Ten-Startplatz

Mick Schumacher erkämpfte sich im Qualifying für die beiden ersten Hockenheim-Läufe einen Top-Ten-Startplatz

Beim Saisonfinale der Formel 4 auf dem Hockenheimring sicherte sich Mick Schumacher im Qualifying für die beiden ersten Läufe den neunten Startplatz. Titelfavorit Marvin Dienst sicherte sich beide Pole-Positions.

Marvin Dienst vom HTP F4 Junior Team UNGAR steuert weiter zielsicher in Richtung Meisterschaftsgewinn. Beim Saisonfinale der Formel 4 auf dem Hockenheimring sicherte sich der 18-Jährige aus Lampertheim die Pole-Position für das erste Rennen (heute, Samstag, ab 11:55 Uhr live bei Sport1).

Dienst nimmt auch den zweiten Lauf (ab 17:20 Uhr live bei Sport1) vor heimischem Publikum von Startplatz 1 in Angriff. Im besten Fall kann der Titelfavorit bereits nach dem ersten Rennen vorzeitig den Titel feiern. In beiden Rennen startet der 18-jährige Niederländer Janneau Esmeijer neben seinem Teamkollegen aus der ersten Reihe.

Diensts engster Titelrivale Joel Eriksson vom Team Motopark belegt in beiden Rennen hinter Mücke-Pilot Lando Norris den vierten Startplatz. Der Meisterschaftsdritte Joey Mawson vom Team Van Amersfoort Racing muss jeweils von der sechsten Startposition zur Aufholjagd blasen, um seine Titelchancen zu wahren.

Bei noch 75 zu vergebenen Punkten für die Siege in den drei Rennen am Finalwochenende führt Dienst die Gesamtwertung mit 30 Punkten Vorsprung auf den 17-jährigen Schweden Eriksson an. Mawsons Rückstand zum Spitzenreiter beträgt 54 Zähler.

Die Startaufstellung für Rennen 1

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurde das Qualifying in zwei Gruppen ausgetragen. Die Startaufstellung des ersten Rennens ergibt sich aus den schnellsten Rundenzeiten im Qualifying. Der Fahrer mit der absoluten Bestzeit startet von der Pole-Position.

Der schnellste Fahrer aus der anderen Gruppe belegt den zweiten Startplatz. Die weiteren Autos werden gemäss ihrer Qualifying-Gruppe hinter den beiden schnellsten Fahrern jeder Gruppe in der Startaufstellung aufgereiht. Somit ist auch im Falle von unterschiedlichen Witterungsbedingungen grösstmögliche Chancengleichheit gegeben.

Im Qualifying der Gruppe A gaben zunächst zwei Mücke-Youngster den Ton an: Norris lag lange an der Spitze und lieferte sich enge Zeitenduelle mit seinem Teamkollegen David Beckmann. Eine Minute vor dem Ende des Qualifyings drehte jedoch Dienst auf. Der Titelfavorit verdrängte Norris von Platz 1 und verbesserte seine Rundenzeit anschliessend noch einmal. An seine persönliche Bestzeit von 1:40,535 min kam keiner seiner Kontrahenten heran.

Hinter Dienst und Norris reihten sich mit Beckmann, Mike Ortmann und Mick Schumacher drei Rookies auf den Plätzen 3 bis 5 in der Qualifyinggruppe A ein. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher startet somit von der neunten Position.

Im Qualifying der Gruppe B setzte sich ebenfalls ein Fahrer vom HTP F4 Junior Team UNGAR durch. Rund zwei Minuten vor dem Ende der Session übernahm Esmeijer die Tabellenspitze von Mawson. Der Van Amersfoort Racing-Pilot musste sich in der Schlussphase zudem Titelanwärter Joel Eriksson geschlagen geben.

Esmeijer unterbot seine persönlichen Bestzeiten in der Folge zwei Mal. Mit seiner schnellsten Rundenzeit von 1:40,841 Minuten war er am Ende knapp drei Zehntelsekunden langsamer als Teamkollege Dienst in Gruppe A. Esmeijer beginnt das Rennen demnach vom zweiten Startplatz. Eriksson belegt die vierte Position, Mawson startet von Platz 6.

Die Startaufstellung für Rennen 2

Für die Startaufstellung des zweiten Rennens sind die zweitbesten Rundenzeiten des Qualifyings ausschlaggebend. Auch hier war Dienst nicht zu schlagen. Der 18-Jährige benötigte 1:40.595 Minuten für seine zweitschnellste Runde auf der badischen Traditionsstrecke.

Esmeijer (1:40,892 min) komplettiert die erste Startreihe und sorgt für ein starkes Ergebnis des HTP F4 Junior Team UNGAR. Norris (1:40,664 min) startet auch im zweiten Rennen vor Eriksson (1:41,310 min) von Platz 3. Beckmann (1:40,950 min) führt die dritte Startreihe als bestplatzierter Rookie an. Mawson (1:41,369 min) und Ortmann (1:41,346 min) belegen die Plätze 6 und 7. Harrison Newey komplettiert die Top-Acht vor seinem Van Amersfoort Racing-Teamkollegen Mick Schumacher (1:41,419 min).

Die Startaufstellung für Rennen 3

Den dritten Wertungslauf am Sonntag (ab 16:00 Uhr live auf Sport1) nehmen die Top-Ten des ersten Rennens in umgekehrter Startreihenfolge in Angriff. Der Rennsieger startet also von Position 10, der Zehntplatzierte von der Pole-Position. Für die Startplätze aller weiteren Autos gilt das Ergebnis von Rennen 1.

Dienst freute sich: «Die Doppel-Pole ist natürlich gut. Viel wichtiger ist an diesem Wochenende allerdings, dass meine Meisterschaftskonkurrenten hinter mir liegen. Nun starte ich auf der sauberen Seite der Strecke, dafür aber auf der Aussenseite – die Innenseite wäre mir lieber gewesen. Ich war etwas überrascht, dass die zweite Gruppe nicht mehr zulegen konnte, da sie im Regelfall die schnellere im Qualifying ist.»

Der Deutsche weiss: «In den Rennen müssen mein Teamkollege Janneau und ich uns vorne einig werden. Wenn der Sieg für mich möglich ist, nehme ich ihn natürlich gerne mit. An diesem Wochenende stehen für mich Punkte aber absolut im Vordergrund. Solange ich vor meinen beiden Konkurrenten bin, ist mir die Platzierung an diesem Wochenende nicht so wichtig.»

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