Lausitzring: Audi mit Pole-Position im GT Masters

Von Oliver Müller
ADAC GT Masters
Vorn in Grün: Der Audi R8 LMS vom Team WRT auf dem Lausitzring

Vorn in Grün: Der Audi R8 LMS vom Team WRT auf dem Lausitzring

Frédéric Vervisch sicherte sich bei wechselnden Bedingungen auf dem Lausitzring seine erste Pole-Position im ADAC GT Masters. Ebenfalls aus der ersten Reihe fährt die Corvette C7 GT3-R los.

Das richtige Timing war entscheidend: Nur wer im zweiten Qualifying auf dem Lausitzring gleich zu Beginn mit Slicks auf die Strecke fuhr, hatte eine Chance auf die Pole-Position. Denn nach wenigen Minuten verhinderte einsetzender Regen eine weitere Bestzeitjagd. Perfekt aufgegangen ist die Taktik bei Audi-Sport-Fahrer Frédéric Vervisch. Der Belgier vom Team WRT fuhr früh auf leicht feuchter Strecke eine Zeit von 1.52,351 Minuten. Diese hätte bereits für den zweiten Startplatz gereicht, doch dann legte Vervisch mit 1.50,903 Minuten noch einmal nach und sicherte sich mit 1,276 Sekunden Vorsprung seine erste Pole-Position im ADAC GT Masters.

«Ich bin sehr zufrieden. Man konnte auf dem Regenradar sehen, dass Regen kommt. Aber man wusste nicht genau wann», so Vervisch, der sich den Audi R8 LMS mit dem erst 17 Jahre alten Benjamin Goethe teilt. Das Duo vertritt an diesem Wochenende die Stammbesatzung Rolf Ineichen/Mirko Bortolotti. «Wir sind kein Risiko eingegangen und gleich rausgefahren. Das hat sich ausgezahlt. Es war eine super Entscheidung vom Team. Die Pole-Position kommt ganz ehrlich unerwartet, denn ich kannte den Kurs nur bei nassen Bedingungen. Wir konnten beim vorangegangenen ADAC Formel 4-Rennen schon sehen, dass sich eine trockene Linie bildet. Es kam dann auf den schnellen Runden darauf an, genau auf dieser Linie zu bleiben und nicht auf die nassen Stellen zu kommen.»

Ebenfalls eine frühe schnelle Runde auf Slicks gelang Corvette-Pilot Jeffrey Schmidt, der zusammen mit Partner Markus Pommer von Rang zwei ins Sonntagsrennen geht. Als bestplatzierte Titelkandidaten kamen die Tabellenführer Patric Niederhauser/Kelvin van der Linde im Rutronik Racing-Audi auf Rang drei, dahinter folgten die beiden Porsche 911 GT3 von Herberth Motorsport. Alfred Renauer und Sebastian Asch wurden Vierte, Klaus Bachler und Robert Renauer, aktuell Tabellendritter, gehen als Fünfte ins Rennen.

Schwieriger verlief das Zeittraining für die weiteren Titelkandidaten. Sowohl die Tabellenvierten Luca Stolz/Maro Engel (Toksport-WRT-Mercedes-AMG) auf Platz 18 als auch die Gesamtzweiten Christian Engelhart/Michael Ammermüller (SSR-Porsche) auf Position 25 fuhren ihre Rundenzeiten erst, nachdem der Regen eingesetzt hatte.

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