Cytosport auf Wolke Sieben

Von Oliver Runschke
ALMS
Greg Pickett in seinem neuem Spielzeug

Greg Pickett in seinem neuem Spielzeug

Klaus Graf und Greg Pickett überschlugen sich am Wochenende mit Lobpreisungen über Ihr neues Sportgerät.

Rob Dyson wird sich am letzten Samstag in Mid Ohio nicht schlecht gewundert haben. Denn was [*Person Klaus Graf*] mit dem Porsche RS Spyder anstellt, den Rob Dyson vor einigen Wochen an Cytosport-Chef [*Person Greg Pickett*] verkauft hat, war beeindruckend. Graf jagte im Porsche RS Spyder (Chassisnummer 704, dem ersten im Januar 2007 ausgelieferten Kundenchassis) den Klassenführenden Marino Franchitti im Lola-Mazda von Dyson Racing. Ironie der Geschichte: Der Porsche, der dem Schotten so vehement im Nacken sass und der um einiges schneller unterwegs war als das Lola-Coupé von Franchitti, ist exakt sein Einsatzauto aus dem letzten Jahr.

Klaus Graf hatte im Rennen keine einfache Aufgabe, zuerst musste er den RS Spyder zurückrunden, den Teamkollege Greg Pickett war noch einer Stop&Go-Strafe zurückgefallen als er den BMW von Bill Auberlen anrempelte. In der ersten Gelbphase brachte sich Graf wieder zurück in die Führungsrunde und blies zur Jagd auf den zweitplatzierten Fernandez-Acura und den führenden Lola-Mazda von Leitzinger/Franchitti.

Doch noch bevor Graf die Klassenführung übernehmen konnte, wurde Gelb geschwenkt und plötzlich lag der drittplatzierte Fernandez-Acura mit Adrian Fernandez vorne. Was war gesehen? Adrian Fernandez verzichtete auf einen Reifenwechsel und ging dadurch vor dem Führenden Gil de Ferran auf die Bahn, der auffällig lange nach absolvierten Tankstopp mit der Weiterfahrt wartete. Durch das Manöver machte Fernandez eine Runde gut und lag plötzlich in Führung der LMP2-Klasse. Ein erboster Rob Dyson, dessen Lola zu dem Zeitpunkt auch noch Siegchancen hatte, sprintete unverzüglich zur Rennleitung, allerdings nur um zu erfahren, dass das Manöver eventuell sportlich fragwürdig war, aber grundsätzlich nicht unerlaubt.

Graf kam als Zweiter der LMP2-Klasse ins Ziel und schwebte nach dem Rennen ebenso wie Teamchef Greg Pickett auf Wolke Sieben: «Es war vielleicht heute eines der besten Rennen, die ich je gefahren bin. Das Auto war einfach perfekt, der Porsche RS Spyder ist das beste Rennauto, das ich je gefahren bin.» Bereits am kommenden Wochenende können Graf und Pickett einen neuen Anlauf den Klassensieg nehmen, dann gastiert die ALMS in Road America.

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