Markus Reiterberger (1.): «Solche Leute braucht man»

Von Ivo Schützbach
ARRC
Im zweiten Rennen sahen die Gegner Reiti nur von hinten

Im zweiten Rennen sahen die Gegner Reiti nur von hinten

Sepang-Sieger Markus Reiterberger hat sich für seinen vierten Platz im ersten Rennen der Asia Road Racing Championship umgehend revanchiert. Sein Team Onexox BMW TKKR lobt er in höchsten Tönen.

In den ersten sechs von zwölf Runden fuhr Markus Reiterberger aus dem Team Onexox BMW TKKR im Schnitt eine Sekunde schneller als seine Verfolger. Dann nahm der Bayer deutlich Geschwindigkeit raus, gewann aber trotzdem 7,414 sec vor dem Thailänder Apiwath Wongthananon (Yamaha), der mit seinem erneuten zweiten Platz an diesem Wochenende mit 40 Punkten die Gesamtführung übernahm.

Reiterberger hat nach seinem Sieg und den 13 Punkten von Platz 4 am Samstag jetzt 38 und ist Zweiter. Samstag-Sieger Yuki Ito wurde im zweiten Lauf nur Sechster und kommt damit auf gesamt 35 Punkte.

«Das Wetter hat tatsächlich durchgehalten, kaum zu glauben», grinste Reiti nach seinem Triumph in Malaysia. «Wir hatten Glück, eine dunkle Wolke wurde gerade so vorbeigeblasen. Der Griplevel war bedeutend schlechter als die letzten Tage, das Hinterrad drehte viel mehr durch. Deshalb waren die Zeiten im Rennen auch deutlich langsamer.»

«Ich hatte einen brillanten Start», schilderte der Deutsche SPEEDWEEK.com. «Die ersten zwei Runden habe ich etwas gepusht und eine Lücke rausgefahren, das habe ich dann bis zum Schluss durchgezogen. Ich hatte ein paar Rutscher, nahm dann Tempo raus und bin das Rennen auf Sicherheit zu Ende gefahren. Klar hätte ich den Vorsprung weiter ausbauen können, aber die Zeiten vom Training konnte ich wegen des geringeren Grips nicht fahren. Wir sind glücklich über den Sieg, es gibt aber auch Baustellen, wo wir uns verbessern können. Während des Wochenendes hat meine Crew nie aufgehört zu arbeiten, sie haben das Motorrad immer weiter verbessert, wenn ich etwas beanstandet habe. Solche Leute braucht man. Ich hoffe, dass es die restliche Saison so weitergeht und wir in Zukunft gemeinsam einen Schritt weitergehen können. Es wäre cool, wenn ich die Gelegenheit kriegen würde, mit so einer Crew eine Stufe höher arbeiten zu können.»

Reiterberger fuhr für die BMW-Teams Althea und SMR in gut zwei Saisons insgesamt 72 Superbike-WM-Läufe, sein bestes Ergebnis ist Platz 5 im Jahr 2016 in Buriram/Thailand.

Habt ihr analysiert, weshalb du im Regenrennen am Samstag 28 sec auf den Sieger verloren hast? «Ja, wir haben die Daten angeschaut, sie decken sich mit meinen Aussagen», hielt der Europameister von 2018 fest, der am Montag seinen 26. Geburtstag feiert. «Wir werden daran arbeiten und hoffen, dass wir im Fall eines erneuten Regenrennens auch um einen Podestplatz kämpfen können. Da müssen wir hin, wir müssen bei allen Bedingungen vorne dabei sein. Wir werden die Probleme im Regen lösen.»

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