Mick Schumacher in der DTM: So lief sein TV-Debüt

Von Andreas Reiners
DTM

Mick Schumacher war beim DTM-Saisonauftakt erstmals als Co-Kommentator im Einsatz. Seine Premiere kann man als gelungen bezeichnen.

Von Timo Glock gab es am Tag nach seinem Debüt als Co-Kommentator erst einmal ein dickes Lob. «Danke für den kurzen Besuch in der Startaufstellung und "gut gemacht" zu deinem ersten Einsatz als Co-Kommentator», schrieb der BMW-Pilot auf Instagram. Glock verfolgt die Karriere des 18-Jährigen seit dessen Kartzeiten intensiv, und Schumacher holt sich auch durchaus Tipps von Glock, der früher mit Micks Vater Michael in der Formel 1 fuhr.

«Er kennt sich gut aus, er hat alle Klassen durchgemacht. Ich frage da immer mal nach», verriet Schumacher während seines Debüts am Mikrofon. Mick war von der ARD ein wenig überraschend als Co-Kommentator des zweiten DTM-Rennens in Hockenheim verpflichtet worden.

Und tatsächlich: Obwohl es im Vorfeld durchaus Bedenken gab, machte er seine Sache gut. Immerhin hat er weder Erfahrung als TV-Experte, noch mit der DTM und den zahlreichen neuen Regeln. Seine öffentlichen Auftritte haben sowieso erst mit dem Aufstieg in die Formel 3 in dieser Saison merklich zugenommen.

Klar: Dem 18-Jährigen war die Nervosität deutlich anzumerken, dazu schwingt er keine großen Reden, doch das musste er auch gar nicht. Wohltuend pointiert und mit wenigen Worten analysierte er das turbulente Regenrennen, punktete vor allem dann, wenn es darum ging, die Geschehnisse auf der Strecke grundsätzlich aus Sicht eines Fahrers zu analysieren. Und dabei gab er interessante Einblicke in die Denk- und Vorgehensweise eines Piloten. Von den Fans gab es in den sozialen Medien ebenfalls Lob.

Parallel zur Übertragung konnten die Zuschauer Schumacher auch Fragen stellen. Die brennendste: Wann wird es denn nun was mit der Formel 1? Mick blieb wie üblich reserviert. «Ich bin gerade erst in die Formel 3 aufgestiegen. Wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen», sagte er.

Die DTM wäre allerdings nichts für den 18-Jährigen. «Ich bin fokussiert auf die Formel 1 und auf den Formelsport. Ich habe es gerne, wenn ich meine Reifen sehe. Ich bin glücklich in der Formel 3, es macht echt einen großen Spaß», sagte er.

Spaß machte ihm auch sein Debüt als Co-Kommentator, auch wenn er einräumte: «Ich muss noch ein bisschen üben.» Viele Gelegenheiten wird er zumindest in der DTM vorerst nicht bekommen. Die ARD setzt 2017 auf wechselnde Co-Kommentatoren, außerdem sitzt Schumacher an insgesamt sechs Rennwochenenden im Rahmenprogramm der Tourenwagenserie im Formel-3-Cockpit.

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