Bahnsport-Saison 2021: Kalender-Definition schwierig

Von Manuel Wüst
Eisspeedway
Wegen weltweiter behördlicher Einschränkungen aufgrund der Covid-19-Seuche sind jegliche Kalender-Planungen nach wie vor schwierig. Bahnsport-Chef Armando Castagna erklärt, wie die FIM damit umgeht.

Zu Beginn des Jahres und auch heute noch stellt die weltweite Verbreitung der Lungenkrankheit SARS-CoV-2 Veranstalter, Clubs und Verbände vor nie dagewesen Probleme. Die laufende Eisspeedwaysaison musste abgebrochen werden, eine Rennabsage folgte im Frühjahr und Sommer der anderen.

Nach zahlreichen Streichungen und monatelanger Pause begannen die ersten Trainings, unter anderen konnte die Speedway-Europameisterschaft mit angepasstem Kalender in Polen durchgeführt werden. Auch die Langbahn-Weltmeisterschaft wurde mit zwei Rennen in Frankreich und Polen angesetzt, der Speedway-GP mit vier Doppel-Events.

Zahlreiche Herausforderungen waren zu bewältigen, wie der weltweit höchste Bahnsport-Funktionär Armando Castagna gegenüber SPEEDWEEK.com schilderte. «Es ist wirklich eine harte Saison», hielt der Italiener fest. «Schrecklich in menschlicher Hinsicht, mit so vielen verlorenen Leben. Und sportlich, weil es sehr schwer ist, Rennen zu organisieren und andere abzusagen. Letzten Endes bin ich froh, dass wir einige Meisterschaften retten und den Fahrern die Chance eröffnen konnten, Rennen und zu fahren. Und den Fans etwas Action bieten.»

Die Saison 2020 geht dem Ende zu, die Planungen für 2021 hängen in der Luft. «Es ist sehr schwierig, da wir immer noch keine Sicherheit haben, ob wir in den nächsten Monaten Veranstaltungen in Kasachstan, Russland, Deutschland oder den Niederlanden durchführen können», antwortete Castagna auf die Frage, inwiefern ein Kalender für die nahende Eisspeedway-Saison in der Mache ist. «Es wird in den nächsten Wochen sehr schwierig, den Eisspeedway-Kalender zu definieren. Gleiches gilt für die anderen Disziplinen, die im April beginnen sollen. Wir müssen abwarten und hoffen, dass sich die Pandemiesituation verlangsamt und wir dann hoffentlich in der Lage sein werden, unsere Aktivitäten aufzunehmen.»

Mögliche Folge der fehlenden Planungssicherheit könnte sein, dass es im kommenden Jahr von vornherein weniger Prädikatsrennen geben wird, was aber nicht Castagnas Zielen entspricht: «Das könnte passieren, aber im Moment arbeiten wir in der FIM an einer vollständigen Saison in jeder Bahnsportdisziplin und hoffen, dass wir diese realisieren können.»

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