Almaty-Eis-GP: Erstes WM-Rennen seit der Perestroika

Von Jan Sievers
Eisspeedway-GP

An diesem Wochenende findet im altehrwürdigen Medeo-Stadion im kasachischen Almaty die nächste Runde des Eisspeedway-GP statt. Es ist das erste WM-Rennen seit der Perestroika.

Im Jahre 1989 fand im Medeo-Stadion, damals noch zu Sowjet-Zeiten, das letzte Rennen zur Eisspeedway-Einzel-Weltmeisterschaft statt. Anno dazumal wurde Nikolai Nishenko, der leider viel zu früh verstorben ist, Weltmeister. Im darauffolgenden Jahr stieg mit dem Finale zur Mannschafts-Weltmeisterschaft das letzte WM-Rennen in der damaligen kasachischen Hauptstadt. Weltmeister wurde natürlich die UdSSR.

Bis ins Jahr 1992 gab es in Almaty an der Seidenstraße, damals noch Alma-Ata, Eisrennen. Mit dem Zusammenbruch der UdSSR war Schluss mit Eisspeedway, in dem auf knapp 1800 Meter Höhe gelegenen Stadion. Auf Bemühen der kasachischen Motorsportföderation hin, findet am kommenden Wochenende das erste Rennen seit der Unabhängigkeit Kasachstans statt. Mit der FIM wurde ein Drei-Jahres-Vertrag abgeschlossen.

Nicht nur im Eisspeedway hat sich die Kunsteisbahn einen Namen gemacht. Im Eisschnelllauf galt die Bahn jahrzehntelang als schnellste Bahn der Welt. Dutzende Weltrekord wurden hier aufgestellt. Auch wenn das Stadion bereits im Jahr 1951 errichtet wurde, ist es in einem Top-Zustand. Nach einer Sanierung Anfang der 1970er wurde es zu den Asian Winter Games vor vier Jahren runderneuert. Bei den Anwohnern Almatys ist es als Eislauf-Strecke besonders beliebt.

Am heutigen Freitag findet das Training statt, derzeit sind Dutzende Helfer im Einsatz, um das Stadion vom Schnee zu befreien. Über Nacht gab es mindestens 25 cm Neuschnee.

Der Schwede Niclas Svensson wird in Almaty seinen Einstand im GP feiern. Zum ersten Mal kommt es damit zum Vater-Sohn-Duell: Vater Stefan Svensson ist als fester GP-Fahrer bei der kompletten Serie dabei. Niclas wird in Almaty nur ein kurzes Gastspiel geben. Als Substitute-Fahrer ersetzt er Mats Järf. Der Finne musste nach Hause fahren, um seinen verstorbenen Großvater beizusetzen.

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