Erster Auftritt von BMW Motorrad World Endurance

Von Helmut Ohner
Der Deutsche Julian Puffe auf der jungfräulichen Werks-BMW

Der Deutsche Julian Puffe auf der jungfräulichen Werks-BMW

Beim zweitägigen Pre-Test für den Auftakt der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2019/2020 stellte sich das neugegründete Werksteam BMW Motorrad World Endurance in Le Castellet erstmals der Konkurrenz.

Die Vorbereitungen der Mannschaft BMW Motorrad World Endurance auf die Debütsaison in der Endurance-Weltmeisterschaft sind in vollem Gange. Im Vorfeld des Saisonauftakts 2019/2020 nahm die Equipe mit dem Franzosen Kenny Foray, dem Deutschen Julian Puffe und und dem Ukrainer Ilya Mikhalchik am offiziellen Pre-Test in Le Castellet teil. An gleicher Stelle steht mit dem Bol d’Or am 21./22. September der erste WM-Lauf auf dem Programm.

Mit dem Team BMW Motorrad World Endurance weitet BMW Motorrad Motorsport künftig sein Werksengagement mit der neuen BMW S1000 RR auf die Langstrecken-Weltmeisterschaft aus. Die Mannschaft hat eine Langstreckenversion des Motorrades entwickelt, das in der Superbike-WM an den Start geht. Beim zweitägigen Test auf der Rennstrecke im Süden Frankreichs wurde die Entwicklung des Langstreckenbikes vorangetrieben.

Das Fahrertrio enttäuschte beim ersten von allen mit Spannung erwartete des BMW-Werksteams nicht. Am ersten Tag fuhren Foray, Puffe und Mikhalchik noch vor Teams wie den Langstrecken-Weltmeistern 207/2018, F.C.C. TSR Honda France, die viertschnellste Zeit. Am zweiten Tag fiel man auf dem 5,673 Kilometer langen Kurs zwar an die siebente Stelle zurück, trotzdem darf die Premiere getrost als Erfolg verbucht werden.

«Der Test ist für uns sehr positiv verlaufen. Wir hatten zwar am zweiten Tag zwei kleine Stürze, aber das kann passieren. Insgesamt konnten wir hier in Le Castellet sehr viele Dinge testen und alle drei Fahrer waren schnell unterwegs. Wir sind glücklich und ich denke, dass wir gut auf das Rennen vorbereitet sind», zeigte sich Werner Daemen, früher selbst erfolgreicher Langstreckenpilot, äußerst zufrieden mit der Performance des gesamten Teams.

«Der Zwei-Tages-Test war wirklich gut. Es war das erste Zusammentreffen des Teams, des Bikes und der Reifen. Ich muss sagen, das Team arbeitet perfekt zusammen. Das Motorrad war für mich schon ein riesiger Unterschied zu meinem IDM-Bike, aber ich konnte mich Schritt für Schritt an alles herantasten. Sicher gibt es noch ein paar Dinge, die ich noch anpassen muss, aber ich bin wirklich zufrieden mit dem Verlauf des Tests», sieht Puffe Verbesserungspotenzial.

«Es war ein richtig guter Test für uns. Das Bike hat sofort sehr gut performt. Meine Teamkollegen und ich sind mit den Testbikes sehr viele Runden gefahren und wir haben auch viele Dinge ausprobiert. So konnten wir eine gute Basisabstimmung finden. Ich bin wirklich zufrieden mit den beiden Testtagen. Ich bin mir sicher, dass wir hier wirklich etwas erreichen können», freut sich Foray auf den Saisonauftakt beim Bol d‘Or.

«Wir sind sehr viele Runden gefahren und haben einiges ausprobiert. Die beiden Test-Bikes hatten verschiedene Set-ups, mit denen wir gearbeitet haben, um langsam das Vertrauen aufzubauen. Wir sind auch eine Rennsimulation gefahren, während der ich mit gebrauchten Reifen meine schnellste Rundenzeit gefahren bin. Das gibt mir Zuversicht für das Rennen in zwei Wochen. Aber grundsätzlich haben wir uns nicht auf die Rundenzeit konzentriert, sondern mehr auf die Rennpace», so Mikhalchik abschließend.

Trainingszeiten Bol d’Or Pre-Test
1.
YART Yamaha, Yamaha YZF-R1, 1:54,154 min. 2. SRC Kawasaki France, Kawasaki ZX-10R, 1:54,398. 3. VRD Igol Pierret Experiences, Yamaha YZF-R1, 1:54,659. 4. Tati Beaujolais Racing, Kawasaki ZX-10R, 1:54,860. 5. F.C.C. TSR Honda France, Honda CBR1000RR, 1:54,947. 6. ERC Endurance, BMW S1000RR, 1:968. 7. BMW Motorrad World Endurance, BMW S1000RR, 1:55,076. 8. Suzuki Endurance, Suzuki GSX-R1000, 1:55,123. 9. Moto AIN, Yamaha YZF-R1, 1:55,422. 10. Team 33 Coyote Louit Moto, Kawasaki ZX-10R, 1:55,688.

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