Endlich: EoT in der LMP1-Klasse deutlich überarbeitet

Von Oliver Müller
FIA WEC
Erhält Zugeständnisse bei Motorleistung, Gewicht und Tankschlauch: Der Rebellion R13

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Ab dem nächsten Saisonlauf der Sportwagen-WM (FIA WEC) wird es in der LMP1-Kategorie enger zugehen. Nach Auswertung der Daten der 6h von Spa-Francorchamps und der 24h von Le Mans bekommen die Privatwagen mehr Power.

Die EoT (Equivalance of Technology) ist seit Saisonbeginn eines der heißesten Themen in der FIA WEC. Eigentlich war das System einmal darauf ausgelegt, die verschiedenen Hybrid-Systeme der Werksteams gegeneinander auszugleichen. Änderungen bei der Einstufung gab es seinerzeit nur ein Mal pro Jahr. Doch nachdem mittlerweile nur noch Toyota mit zusätzlicher Elektro-Power in der Sportwagen-WM unterwegs ist, wurde die EoT Anfang des Jahres komplett neu aufgesetzt. Ähnlich wie bei der BoP (Balance of Performance) aus den GT-Klassen wird nun von Rennen zu Rennen versucht, den privaten LMP1-Wagen eine Performance einzuimpfen, die es ihnen ermöglicht, mit den Toyota mitzuhalten. Bislang ist dieser Versuch jedoch kläglich gescheitert.

«Als Ergebnis der in diesem Winter durchgeführten Studien haben wir den privaten Teams einen Treibstofffluss gegeben, mit welchem sie dem Leistungsniveau der Hybridautos nahe kommen. Wir haben dann konkrete Informationen aus dem Prologue, der ersten Runde in Spa und dem Le-Mans-Testtag genutzt», erklärt Thierry Bouvet (Technischer Delegierter des Automobilclubs de l'Ouest) die Erstellung der EoT für Le Mans.

In der Le-Mans-Woche lag die schnellste private Runde aber über vier Sekunden hinter dem besten Toyota-Wert zurück, was zu einer (nennen wir es) eher mäßigen Rennspannung an der Spitze des Feldes führte. «Zwischen dem Testtag und dem Qualifying in Le Mans verbesserte sich die Bestzeit in der LMP2-Kategorie um 2,4 Sekunden - im Vergleich zu 0,2 Sekunden bei den Nichthybrid-LMP1. Verschiedene Faktoren können dies erklären. Zum Beispiel unterschiedliche Streckenbedingungen oder weil die Teams die Zuverlässigkeit nicht gefährden wollten. Schließlich könnten mehrere kontextabhängige Parameter auch bestimmte EoT-Schätzungen beeinflusst haben,» rechtfertigt Bouvet.

Für den anstehenden FIA-WEC-Lauf in Silverstone (19. August) wurden nun jedoch Anpassungen eingeleitet, die beide LMP1-Konzepte endlich auf ein gleiches Niveau heben sollen. Der politisch erkämpfte Rundenzeit-Vorteil von Toyota (0,5 Sekunden pro LM-Runde) wurde komplett abgeschafft. Erreicht wird dies durch eine Erhöhung des Benzindurchflusses der Privatwagen von 108 kg/h auf 115 kg/h. (Der Toyota-Hybrid bleibt weiterhin bei 80 kg/h).

Darüber hinaus wird bei den Privatwagen der Durchmesser des Tankschlauchs verbreitert, was schnellere Tankstopps ermöglicht. Erstmals gibt es bezogen auf die EoT auch eine Unterscheidung zwischen Fahrzeugen mit Turbomotor (ENSO CLM, Ginetta und BR1-AER) und Saugmotor (Rebellion und BR1–Gibson von DragonSpeed). Letztgenannte erhalten einen Gewichtsvorteil von 15 Kilogramm.

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