6h Austin ohne Ginetta: Somit nur drei LMP1 am Start

Von Oliver Müller
FIA WEC
Fehlt in Austin: Der Ginetta G60-LT-P1

Fehlt in Austin: Der Ginetta G60-LT-P1

Beim fünften Rennwochenende der Sportwagen-WM (FIA WEC) fehlen die beiden Ginetta in der Entrylist. In der Werks-Corvette C8.R werden überraschend Mike Rockenfeller und Jan Magnussen sitzen.

Nächster Rückschlag für die FIA WEC: Beim anstehenden fünften Saisonlauf im texanischen Austin (23. Februar) werden die beiden Ginetta G60-LT-P1 fehlen. Das geht aus der letzten Entrylist hervor, welche die Serienverantwortlichen gerade veröffentlicht haben. Die beiden Boliden des britischen Teams wurden beim letzten WEC-Rennen in Bahrain noch von Jordan King, Ben Hanley und Charlie Robertson bzw. Michael Simpson, Chris Dyson und Guy Smith pilotiert. Ginetta hat sich bezüglich der Gründe zum Auslassen des Austin-Rennens jedoch noch nicht geäußert. Beim darauf folgenden WEC-Lauf in Sebring (20. März) sind die Ginetta jedoch noch in der Entrylist notiert.

Damit schrumpft das Feld in Austin auf nur noch drei LMP1. Dabei handelt es sich um die beiden Toyota TS050 Hybrid von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López bzw. Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley sowie den Rebellion R13 von Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato. In den bislang durchgeführten vier Saisonläufen gab es drei Siege für Toyota (Silverstone, Fuji und Bahrain) sowie einen Triumph für Rebellion (Shanghai).

Auch in der GTE-Pro-Klasse gibt es für Austin eine faustdicke Überraschung. Denn Mike Rockenfeller und Jan Magnussen wurden als die Piloten der Corvette C8.R gemeldet. Magnussen war seit 2004 für Corvette Racing am Start, hatte sein Vollzeit-Cockpit jedoch zum Ende der Saison 2019 verloren. Rockenfeller hatte für Corvette seit 2016 diverse große Langstreckenrennen als dritter Pilot bestritten. Für 2020 war er für diese Position zunächst nicht mehr vorgesehen, da es eine terminliche Überscheidung zwischen den 24 Stunden von Le Mans und Rockenfellers Hauptengagement in der DTM gibt.

In der LMP2-Klasse findet sich in Austin nun auch der Oreca 07 von DragonSpeed. Das Team von Elton Julian hat gerade erst einen Klassensieg bei den 24 Stunden von Daytona (IMSA-Serie) errungen und ist sonst in der European Le Mans Series (ELMS) unterwegs. Bis zum Ende der Saison 2018/19 gehörte DragonSpeed jedoch auch zum WEC-Aufgebot und war sogar für einige Rennen in der LMP1-Klasse am Start gewesen. Wer den Oreca 07 in Austin fahren wird, steht derzeit noch nicht fest.

Alles in allem besteht das Feld in Austin somit aus 30 Fahrzeugen (drei LMP1, neun LMP2, sieben GTE Pro und elf GTE Am). Austin rutschte kurzfristig in den WEC-Kalender, nachdem die Rückkehr nach Sao Paulo abgesagt wurde. Hier geht es zur überarbeiteten Entrylist.

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