Neue LMP2-Klasse: Vier Hersteller ab 2017 stehen fest

Von Oliver Runschke
Die LMP2 besteht 2017 nur noch aus vier Herstellern

Die LMP2 besteht 2017 nur noch aus vier Herstellern

FIA, ACO und IMSA haben die vier Hersteller, die ab 2017 Chassis für die LMP2-Klasse bauen dürfen, nun bestätigt.

Eine Überraschung ist es nicht, und es war auch keine zu erwarten: Le-Mans-Veranstalter ACO, Automobilweltverband FIA und US-Rennbehörde IMSA haben die vier Hersteller bestätigt, die sich in einem Ausschreibungsverfahren die Rechte gesichert haben, Chassis für die LMP2-Klasse ab 2017 zu produzieren. Oreca und Onroak aus Frankreich, Dallara aus Italien und Riley aus den USA in Kooperation mit Multimatic aus Kanada dürfen den LMP2-Markt ab 2017 unter sich aufteilen.

Die Anzahl der LMP2-Hersteller wurde ab 2017 limitiert, um für die Hersteller ein Geschäftsmodell zu schaffen, und ausserdem sündteure Eigenkonstruktionen, die zuletzt in der LMP2-Klasse aufgetaucht waren, und nur durch Taschenspielertrick unter das Reglement der Kostenobergrenze fielen, zu vermeiden.
Im Vorfeld war klar, das einer von den vier Herstellern aus Nordamerika stammen muss.
Das neue Reglement ab 2017 und die Zulassung der vier Hersteller muss am Freitag noch formell vom FIA-Weltrat auf seiner Sitzung in Mexiko abgeknickt werden. Ab 2017 gehen die neuen LMP2 in der Sportwagen-WM FIA WEC, der European Le Mans Series, Asian Le Mans Series und United SportsCar Championship an den Start.

Dass Oreca und Onroak mit an Bord sind, ist so überraschend wie ein Sonnenaufgang. Oreca ist Platzhirsch in der kleinen Prototypenklasse seitdem der ACO das Reglement mit Kostendeckel eingeführt hat. Onroak ist mit dem Ligier JS2 der aktuell kommerziell erfolgreichste Hersteller eines LMP2-Coupés.

Dallara hat eine überschaubare Sportwagenhistorie. Deren letzte LMP1-Konstruktion SP1 ist gut 15 Jahre und war überschaubar erfolgreich, im Gegensatz zum Audi R8, dessen Chassis auch in Italien gebacken wurde. Zuvor baute Dallara die erste Serie des Ferrari 333SP. Dallara war auch bei den Daytona Prototypen unterwegs, allerdings mit mäßigem kommerziellen Erfolg. Einzige Wayne Taylor verwendete in den vergangenen Jahren als Basis für seinen Corvette DP ein Dallara-Chassis.

Zu den Kriterien der Vergabe bei der Ausschreibung zählten Faktoren wie Erfahrung und Ruf des Chassisherstellers, eigene Infrastruktur und Fertigungsmöglichkeiten, Kundenservice, die finanzielle Situation und auch die internationale Ausrichtung mit Stützpunkten in Europa und Nordamerika.

Riley, ehemals Marktführer in der Grand-Am-Serie, hat sich zum Bau seines LMP2 mit Multimatic zusammengetan. Multimatic, die auch den Ford GT GTE entwickeln, hatte zuletzt die Rechte an den Konstruktionen des insolventen englischen Rennwagenherstellers Lola gekauft. Nicht mehr im LMP2-Geschäft sind damit ab 2017 Hersteller wie Dome, Gibson, BR Engineering, HPD/Honda und Ginetta.

Wer zukünftig die rund 600 PS starken Einheitsmotoren für die LMP2 liefert, wird sich im September entscheiden. Feuertaufe für die neuen LMP2 werden die 24h von Daytona im Januar 2017.

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