Gegen Max Verstappen: So will FIA strenger werden

Von Mathias Brunner
Max Verstappen gegen Kimi Räikkönen in Ungarn

Max Verstappen gegen Kimi Räikkönen in Ungarn

​Im Laufe eines GP-Wochenendes veröffentlicht die FIA immer wieder neue Direktiven. Im neuen Bulletin betont Rennleiter Charlie Whiting, wie die Regelhüter des gegen Max Verstappen vorgehen wollen.

Die FIA macht ernst gegen Max Verstappen. Während Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone den Wirbel um den Niederländer wunderbar findet, während viele Fans es schätzen, wie der 19-Jährige die etablierten Piloten in Aufruhr versetzt, finden seine Fahrerkollegen einige Manöver des Red Bull Racing-Piloten überhaupt nicht eindrucksvoll.

Sie monierten in der Fahrerbesprechung von Freitagabend in Austin vor allem, wie Verstappen wartet, bis ein Verfolger attackiert – nur, um dann sein eigenes Auto nochmals anders zu platzieren. Diese Bewegungen innerhalb der Bremszone werden unter US-amerikanischen Rennfahrern nicht als Verteidigen eingestuft, sondern als Blockieren. Und viele der Grand-Prix-Asse sehen das ebenfalls so.

Die Fahrer wollten von Charlie Whiting, dem Sicherheitsdelegierten und Rennleiter der Formel 1, endlich eine klare Regelung sehen, ob das Verhalten von Max nun in Ordnung sei oder eben nicht.

Diese Regelung ist nun da: Dokument 18 der FIA von Charlie Whiting sind die überarbeiteten Hinweise fürs Rennwochenende in Austin (Texas). Und hier gibt es vor dem Abschlusstraining unter Artikel 16 folgende Ergänzung:

Verteidigungs-Manöver
Artikel 27.5 der Sportregeln besagt: «Kein Auto darf in einer Art und Weise gefahren werden, die potenziell gefährlich für andere Piloten ist.» Artikel 27.8 verbietet dazu Fahrmanöver, «die andere Piloten behindern, einschliesslich eines nicht normalen Richtungswechsels». Vor diesem Hintergrund wird künftig jeder Richtungwechsel in der Bremszone, der dazu führt, dass der Hintermann ausweichen muss, als abnormal und potenziell gefährlich eingestuft. Jede solche Aktion wird künftig den Rennkommissaren vorgelegt.

Dieses Quartett besteht in Austin aus Paul Gutjahr (Schweiz), Silvia Bellot (Spanien), Dennis Dean (USA) und Mark Blundell (England).

Charlie Whiting hat in Dokument 18 auch das Verhalten bei blauer Flagge (schnellerer Hintermann, überholen lassen!) präzisiert.

Artikel 27.9 besagt, dass ein Nachzügler beim Überrundetwerden bei der ersten Gelegenheit Platz machen muss. Unser System ist mit der Zeit inkonstant geworden. Daher gilt neu: Ein Fahrer erhält eine erste Warnung, wenn ein aufrückender Pilot bis auf drei Sekunden herangekommen ist. Das sollte dem Rennstall genügend Zeit geben, seinen eigenen Fahrer zu warnen. Beträgt der Abstand noch eine Sekunde, erhält der langsamere Fahrer blaue Flaggen gezeigt. Eine entsprechende Warnleuchte gibt es auch im Cockpit. Nun muss er bei erster Gelegenheit Platz machen.

Was die neue Direktive von Charlie Whiting nicht sagt: Nach drei entsprechenden Warnungen, die ignoriert werden, bekommt der fehlbare Pilot eine Strafe. In der Regel handelt es sich um eine Fünfsekunden-Stop-and-go-Strafe.

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