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Lauda warnt: «Es gibt für die Top-Teams eine Grenze»

Von Andreas Reiners
Niki Lauda

Niki Lauda

Die Reformpläne von Liberty Media sorgen weiter für kontroverse Diskussionen in der Formel 1. Ferrari deutete bereits einen Ausstieg an, auch bei Mercedes gehen jüngste Kommentare in diese Richtung.

Die Formel-1-Eigentümer von Liberty Media haben für die Saison 2021 große Pläne, wollen einige Reformen umsetzen. Unter anderem werden die Motoren vereinfacht, die Kosten müssen runter, für 2021 ist ein Budgetdeckel von 150 Millionen US-Dollar pro Jahr angedacht. Das hat es in der Formel 1 noch nie gegeben.

Gemessen am heutigen Budget eines Top-Teams käme dies einer Verringerung um die Hälfte gleich. Nicht in diesen 150 Millionen enthalten sind beispielsweise Fahrergehälter oder das Salär leitender Angstellter, auch das Marketing wird ausgeklammert.
Fakt ist: Das sind alles Pläne, gegen die die großen Rennställe Sturm laufen.

Ferrari spielt seit Wochen mit einem möglichen Ausstieg. «Wenn die Formel 1 mehr Spektakel als Sport wird, und wenn wir uns in die Richtung der Nascar-Rennen in den USA entwickeln, dann wird Ferrari aussteigen», kündigte Präsident Sergio Marchionne an: «Ferrari wird aber mit Liberty zusammenarbeiten, um akzeptable Lösungen zu finden.»

Aus dem Mercedes-Lager gibt es allerdings auch Warnungen. «Es gibt für die Top-Teams sicher eine Grenze. Da kann es sein, dass der eine oder andere Rennstall aussteigt, wenn das ganz in die falsche Richtung läuft«, sagte Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda der Wirtschaftswoche.

Als der Österreicher schon dabei war, lederte er gleich weiter. Wie zum Beispiel gegen den Sicherheitsbügel Halo. «Das Halo-System ist das Schlimmste, was der Formel 1 je angetan wurde», schimpfte Lauda. Auch die Abschaffung der Grid Girls kann er nicht nachvollziehen.

«Ich verstehe nicht, warum die Grid Girls abgeschafft wurden. Die Amerikaner meinen offenbar, sie müssen bei der #MeToo-Bewegung mitschwimmen», sagte Lauda: «Die Grid Girls sind ja um Gottes Willen nicht nackt. In Österreich haben die ja alle ein Dirndl an.»

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