Nico Rosberg Vom 1000-PS-Mercedes zum Elektro-Shuttle

Von Rob La Salle
Formel 1
Bernhard Mattes (Präsident des Verbands der Automobil-Industrie VDA) mit Aufsichtsrats-Chef Georg Schaeffler und Nico Rosberg

Bernhard Mattes (Präsident des Verbands der Automobil-Industrie VDA) mit Aufsichtsrats-Chef Georg Schaeffler und Nico Rosberg

​Mobilität in der Zukunft ist ein Thema, das Formel-1-Champion Nico Rosberg brennend interessiert. Anstelle eines Mercedes-Silberpfeils mit 1000 PS befasst sich Rosberg mit einem selbstfahrenden Shuttle.

Die TRE GmbH aus Neustadt gestaltet die Zukunft der Mobilität mit. TRE hat für den Grosskunden Schaeffler AG die Entwicklung eines Chassi für den innovativen «Schaeffler Mover» massgeblich unterstützt. Ziel des Zukunft-Projektes «Mover» des Technologie-Konzerns Schaeffler ist ein autonom fahrendes Shuttle, was besonders durch sein flexibles Chassis auffallen wird. Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, Vorstandsmitglied und Mitbesitzer von TRE, präsentierte den Mover gemeinsam mit Schaeffler-Entwicklungsvorstand Prof. Dr. Ing. Peter Gutzmer auf der Technik-Messe CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas der Öffentlichkeit.

Für den Mover wurde die Radaufhängung völlig neu erdacht. Der Mover kann durch das so genannte «Intelligent Corner Module» beispielsweise vor einer Parklücke die Räder um 180 Grad drehen und somit komfortabel und schnell einparken. Gerade für Städte müssen intelligente Konzepte entwickelt werden, da laut Experten in 2050 zwei Drittel der Menschheit in Städten leben werden. TRE war von den ersten Entwürfen an in dieses Projekt involviert. 

Der 23fache GP-Sieger Nico Rosberg sagt: «Ich freue mich sehr, hier in Las Vegas bei der CES unsere Partnerschaft vorzustellen und zu erklären, was alles dahintersteckt. Ich liebe Innovationen. Ich bin jetzt seit einigen Jahren bei TRE involviert und kann sagen, so ein spannendes Projekt hatten wir noch nie in unseren Hallen. Wir gestalten die Mobilität der Zukunft mit. Für mich geht in diesem Projekt ein kleiner Traum in Erfüllung.»

TRE-Geschäftsführer Eckardt Doehrer: «Das ist ein absoluter Meilenstein für uns. Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit sehr und sind mit Feuer und Flamme bei diesem spannenden Projekt dabei. Wir lieben es, Neuland zu betreten. Unsere Wurzeln liegen im Motorsport. Dort ist das Grundvoraussetzung für Erfolg. Das ist unsere DNA.»

Die TRE GmbH arbeitet für viele namhafte Automobilhersteller und bringt ihre Erfahrungen aus dem Motorsport in Serienprojekte ein. Das bedeutet: TRE ist nicht nur auf dem neuesten Stand der Technik, sondern auch ein hohes Entwicklungstempo gewohnt. Es wird das gesamte Leistungsspektrum der Fahrwerksentwicklung abgedeckt – von der ersten Idee auf einem weißen Blatt Papier bis hin zum produktionsreifen Prototypen. Natürlich beherrscht das TRE-Team auch den Umgang mit innovativen Materialien wie Aluminium, hochfesten Stählen sowie mit Verbundwerkstoffen wie GFK und CFK.

Alles begann im Jahr 1997: Damals wurde TRE auf Initiative des  Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg gegründet – als Ableger des Team Rosberg, dem Rennstall des finnischen Champions. In der Anfangszeit hat TRE im Auftrag von Nissan Motorsport Rennfahrzeuge weiterentwickelt und ihre Aerodynamik, Fahrwerke und Antriebe optimiert. Ab 2000 gab es eine Spezialisierung auf das Thema Chassis-Entwicklung und es wurden verstärkt Serienprojekte übernommen.

Seitdem arbeitet TRE erfolgreich für viele grosse Automobilhersteller in der Vorentwicklung, der Forschung und der Serienentwicklung. Heute macht das Seriengeschäft rund 90 Prozent der Arbeit aus. Seit 2008 ist die TRE GmbH ein Gemeinschaftsunternehmen von Team Rosberg und der IAV GmbH. Bei vielen Projekten arbeitet TRE eng mit unserem Gesellschafter IAV zusammen, einem der weltweit führenden Entwicklungspartner der Automobilindustrie mit mehr als 7.000 Mitarbeitern in Europa, Amerika und Asien. Gemeinsam können komplette Entwicklungsumfänge übernommen werden und unseren Kunden erstklassiges Know-how aus einer Hand angeboten werden.

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