Fernando Alonso: «Bei Jenson Button weisst du nie»

Von Mathias Brunner
Fernando Alonso beim virtuellen Rennen in Indy

Fernando Alonso beim virtuellen Rennen in Indy

​Superstar Fernando Alonso hat in Indianapolis gewonnen; virtuell. Sein Zweikampf mit Jenson Button war elektrisierend, der Spanier kam den Hauch von 0,037 Sekunden vor dem Engländer ins Ziel.

2017 und 2019 ist Fernando Alonso in Indianapolis angetreten. 2017 war er auf dem Weg zu einem Spitzenergebnis, als ihn sein Motor im Stich liess; 2019 verpasste er die Qualifikation. 2020 wird er einen dritten Anlauf nehmen. Virtuell hat er vor kurzem zwei Mal in Indy gewonnen: Bei der Legends Trophy von The Race gewann er das erste Rennen hauchdünn vor Jenson Button, der Vorsprung bei der Start-Ziel-Linie betrug 0,037 Sekunden! Im zweiten Rennen tankte sich der Asturier von Platz 21 an die Spitze.

Bis zuletzt war der spanische Formel-1-Champion von 2005 und 2006 nicht sicher, welches Ass Button noch aus dem Ärmel ziehen würde. Button, 2009 mit BrawnGP Formel-1-Weltmeister geworden, hatte in der letzten Kurve leichtes Übersteuern, das kostete jenen Schwung, den er für einen erfolgreichen Angriff auf Fernando gebraucht hätte.

Alonso über seinen früheren McLaren-Stallgefährten: «Bei Jenson Button weisst du nie. Ich hatte wirklich Angst, dieses Rennen noch zu verlieren. Jenson ist ein extrem cleverer Bursche, und wir beide studierten die Fahrweise des Anderen. Button ist ein Racer, der immer einen Schritt voraus denkt.»

Alonso nahm seine Aufgabe sehr ernst. Der 38fache GP-Sieger sagt, dass er mit seinen Kumpels jede Nacht geübt habe, «zwischendurch haben wir uns über unsere Whatsapp-Gruppe ausgetauscht. Ich habe erst vor kurzen einen neuen Simulator erhalten, und ich habe mir die ganzen Kontrollelemente noch immer nicht verinnerlicht.»

Jenson Button sagte: «Das war viel schwieriger als ich das erwartet hätte. Da ist zunächst mal das etwas gewöhnungsbedürftige Lenken, und ich war verblüfft, wie gut du im Simulator merkst, dass die Piste rauh ist. Jede Kurve fühlt sich wieder anders an. Eine Weile hatte ich Mühe, weil mir beinahe schwindelig wird. Wir sind nun 30 Runden gefahren, und ich will gar nicht wissen, wie 200 Runden im echten Renner sich anfühlen. Der Aufwand an Konzentration muss irre sein.»

Zum Duell mit Alonso meint der 15fache GP-Sieger Button: «Wenn du hinten liegst, untersteuert der Wagen viel mehr, und dann wird alles noch schwieriger. Eine Runde vor Schluss hat mich Fernando leicht berührt, weil wir so dicht beisammen lagen. Der Wagen brach kurz aus, das hat mich die Führung gekostet. In der letzten Runde kannt der Leader das Geschehen kontrollieren, indem er sein Auto geschickt positioniert.»

Indianapolis, Rennen 1

1. Fernando Alonso (E)
2. Jenson Button (GB)
3. Jan Magnussen (DK)
4. Tiago Monteiro (P)
5. Tony Kanaan (BR)
6. Darren Turner (GB)
7. David Brabham (AUS)
8. Petter Solberg (N)
9. Scott Pruett (USA)
10. Tom Coronel (NL)

Indianapolis, Rennen 2

1. Fernando Alonso (E)
2. Tiago Monteiro (P)
3. Helio Castroneves (BR)
4. Jenson Button (GB)
5. David Brabham (AUS)
6. Mika Salo (FIN)
7. Emanuele Pirro (I)
8. Juan Pablo Montoya (COL)
9. Darren Turner (GB)
10. Emerson Fittipaldi (BR)

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