Mick Schumacher: «Last? Das kann ich so nicht sagen»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Mick Schumacher

Mick Schumacher

Mick Schumacher kämpft um ein Cockpit in der Formel 1. Eine Last, dass er möglicherweise die deutsche Fahne alleine hochhalten muss, verspürt er dabei nicht.

Bei Sebastian Vettel ist die Zukunft weiterhin offen. Stand jetzt hat der 33-Jährige nach seinem Aus bei Ferrari für 2021 kein Cockpit in der Formel 1.

Nico Hülkenberg sorgte zuletzt mit seinem Blitz-Comeback für Racing Point für Aufsehen, er hofft bei laufenden Gesprächen zum Beispiel mit Alfa Romeo, für die kommende Saison unterzukommen.

Gut möglich also, dass es ein Schumacher richten muss. Mick absolviert seine zweite Saison in der Formel 2 und kämpft um ein Cockpit, wahrscheinlich bei einem Kundenteam wie Alfa Romeo. Dort hatte Teamchef Frederic Vasseur einen Test für Mick in den kommenden Wochen angekündigt.

Spürt er die Last der Erwartungen in der Rennfahrernation Deutschland auf Ihren Schultern, wurde er im Interview mit der Süddeutschen Zeitung gefragt.

«Das kann ich so nicht sagen. Wie es 2021 sein wird, muss man sehen. Es ist noch zu früh, um darauf eine konkrete Antwort zu geben», sagte Schumacher: «Dadurch, dass Corona ist, haben sich die Planungen alle etwas nach hinten verschoben. Also warte ich nun ab. Ich denke, dass ich in den nächsten Wochen mehr erfahren werde. Alle Entscheidungen werden später getroffen als gewöhnlich.»

Bei Schumacher muss sich zeigen, wie die Saison weiter verläuft. Er kommt langsam in Fahrt, ist mit 106 Punkten Gesamtvierter, inklusive Tuchfühlung zur Spitze. Tabellenführer ist Robert Schwarzman (132 Punkte) vor Callum Ilott (122), beide Ferrari-Junioren wie Mick.

Worauf Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und Ferrari schauen werden bei der Besetzung der Cockpits, «das lässt sich schwierig sagen», so Schumacher. «Ich bin nicht in der Position, dass ich etwas behaupten sollte. Das wäre falsch. Ich versuche einfach, dass ich meine Aufgaben als Rennfahrer richtigmache. Dass ich meine Leidenschaft da einsetze, wo es wichtig ist. Mit dem Team zusammenzuarbeiten, Resultate einzufahren. Zu versuchen, das Beste aus dem Auto rauszuholen.»

Das ist gewohnt zurückhaltend. Allerdings hat sich Schumacher in diversen Bereichen durchaus verbessert. Ein Vorteil dabei: Er ist mit seinem Team zusammengeblieben. «In der zweiten Saison ist es ja so, dass man als Rennfahrer das ganze System der Formel 2 besser versteht. Man hat sich in das Team eingelebt», sagte er.

Einen neuen Ingenieur hatte er beim Schritt von der Formel 3 in die Formel 2 bekommen. «Inzwischen läuft die Kommunikation zwischen uns sehr viel besser. Wir verstehen uns blind. Speziell in hektischen Situationen ist das sehr angenehm und positiv. Das ist die eine Seite. Auch fahrerisch habe ich mich verbessert und mich mit den Reifen arrangiert», sagte er.

Eine weitere Stärke: Sein Verständnis für die Technik. Er vertraue seinen Ingenieuren zu hundert Prozent, sagte er, «und sie mir. Wir haben eine sehr offene Unterhaltung darüber, was ich brauche. Das ist für jeden Fahrer anders. Jeder Fahrer hat einen anderen Fahrstil. Jeder Fahrer braucht Unterstützung in unterschiedlichen Momenten: in der Kurve, in der Runde, auf der Strecke. Ich denke, ich kann das, was dem Auto fehlt, recht präzise in Worte fassen.»


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