Marko wettert gegen Mercedes: «Unwürdiger Verlierer»

Von Andreas Reiners
Christian Horner und Helmut Marko

Christian Horner und Helmut Marko

Nachdem zwei Proteste von Mercedes abgewiesen wurden, kritisierte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko den Rivalen scharf. Außerdem droht er mit einem möglichen Ausstieg.

Als am späten Sonntagabend in Abu Dhabi auch der zweite Protest von Mercedes von den Rennkommissaren abgeschmettert wurde, war die Freude bei Red Bull Racing groß. Die Verständnislosigkeit, die Wut auf Mercedes, sie blieb jedoch.

«Es ist eines WM-Finals unwürdig, dass die Entscheidung so hinausgezögert wird. Das spricht aber für die Gesinnung eines, ich würde sagen, unwürdigen Verlierers, solche Einsprüche und Proteste einzulegen», sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko.

Man habe mit einem jungen Kerl und einem jungen, motivierten Team die Mercedes-Dominanz gebrochen, erklärte Marko: «Es ist widerlich, was sie nach dem Rennen gemacht haben, einen Protest einzulegen, bei dem klar war, dass er nicht funktionieren wird. Das ist für mich ein sehr schlechter Verlierer.»

Das Problem: Die Sache ist möglicherweise noch nicht ausgestanden, weil Mercedes die Absicht angekündigt hat, in Berufung gehen zu wollen. Mercedes hat nun 96 Stunden Zeit, um tatsächlich Berufung einzulegen.

So oder so: Marko fordert, dass die Formel 1 aus dieser kontroversen Saison lernt und Dinge ändert. «Wir werden unser Engagement in der Formel 1 überdenken, wenn das nicht entsprechende Auswirkungen für die zukünftigen Meisterschaften hat», sagte er und meint konkret die fehlende Konstanz bei Strafen und Entscheidungen.

Verstappen hat von der Entscheidung diesmal profitiert, die unterschiedlichen Auslegungen haben Red Bull Racing in den vergangenen Wochen aber auch Nachteile gebracht und der Königsklasse durch Chaos und Diskussionen zudem geschadet. «Das ganze System gehört überdacht. Die Regeln müssen vereinfacht werden und die Prämisse muss sein: Let’s race!», so Marko.

Rennleiter Michael Masi bleibt deshalb weiterhin im Fokus der Kritik. «Nachdem so viele Fehler und hinterfragungswürdige Entscheidungen gefällt werden, ist sicher großer Handlungsbedarf. Jetzt kommt ja ein Präsident, also der möchte als erstes hier ansetzen», forderte Marko. Der Nachfolger von FIA-Präsident Jean Todt wird am 17. Dezember gewählt.

Abu Dhabi-GP, Yas Marina Circuit, 12. Dezember

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:30:17,345 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +2,256 sec
03. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +5,173
04. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +5,692
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +6,531
06. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +7,463
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +59,200
08. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1:01,708 min
09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1:04,026
10. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +1:06,057
11. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:07,527
12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
14. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
15. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +3 Runden
Out
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, Crash
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, Hydraulik
George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, Antrieb
Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, Getriebe

WM-Stand nach 22 von 22 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 394.5 Punkte
2. Hamilton 387.5
3. Bottas 226
4. Pérez 190
5. Sainz 164.5
6. Norris 160
7. Leclerc 159
8. Ricciardo 115
9. Gasly 110
10. Alonso 81
11. Ocon 74
12. Vettel 43
13. Stroll 34
14. Tsunoda 32
15. Russell 16
16. Räikkönen 10
17. Latifi 7
18. Giovinazzi 3
19. Schumacher 0
20. Mazepin 0
21. Kubica 0

Teams
1. Mercedes 613.5
2. Red Bull Racing 584.5
3. Ferrari 323.5
4. McLaren 275
5. Alpine 155
6. AlphaTauri 142
7. Aston Martin 77
8. Williams 23
9. Alfa Romeo 13
10. Haas 0


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