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Formel-1-Champion BMW: Zuversicht in der Krise

Von Uwe Mahla
​Vor 40 Jahren wurde BMW zum ersten Turbo-Weltmeister der Formel 1. Der frühere BMW-Pressesprecher Uwe Mahla erzählt in Teil 6 unserer Serie über die Erwartungen der Nelson Piquet-Truppe im Saison-Endspurt.

Rückblende auf Sonnabend, 23. Juli 1983: Brabham-Konstrukteur Gordon Murrays Überzeugung kommt aus tiefstem Herzen, und was sie umso glaubhafter macht – sie entspringt den Überlegungen eines Technikers.

Der Südafrikaner äußert unverblümt, welche Aussichten sich ihm bieten: «Die nächsten drei gewinnen wir.»

Das war mittags um 12.00 Uhr nach den Vortests für den Großen Preis der Niederlande.

Was Murray an diesem Tag nicht ahnen konnte: Beim Großen Preis von Deutschland sollte sein Star-Fahrer Nelson Piquet wieder leer ausgehen, und in Österreich wird der Renault-Mann Alain Prost schier uneinholbar davonziehen.

Auch dass Prost seinen Widersacher in Zandvoort fünf Wochen später unabsichtlich von der Piste drücken würde, konnte der Murray da nicht wissen.

An jenem 23. Juli fügt er etwas leiser, fast gedacht nur, hinzu: «... und die Weltmeisterschaft auch».

Es gilt als gesichert, dass zum Zeitpunkt des Murray-Zitats noch ein paar andere Männer so dachten wie der lang aufgeschossene Ingenieur aus Durban. Nehmen wir einen heraus, den es am meisten anging, Nelson Piquet: «Ich lasse mich vom Pech nicht unterkriegen. Ich will diesen Titel mehr als den von 1981. Ich ärgere mich nicht, warum auch? Ich habe keinen Fehler gemacht.»

Wenn man von seinem verpatzten Start in Imola einmal absieht, der nur bewies, dass eben auch Weltmeister Menschen sind.

So sprach jedenfalls einer, den es ein ums andere Mal von vielversprechenden Positionen weggebeutelt hatte, bis hin zu jenem Tag, als ihn sein ärgster Titelkontrahent Prost ins Aus kickte.

Oder nehmen wir Brabham-Teammanager Herbie Blash, dessen stets freundlicher Gesichtsausdruck immer dann einem Pokerface Platz machte, wenn vom Titel die Rede war.

Oder Bernie Ecclestone, Chef des Brabham-Rennstalls, von dem seine Mechaniker zu berichten wussten, dass ihm «keine Weltmeisterschaft so wichtig ist wie diese».

Jedenfalls präsentierte sich die Lage so: Rang 13 von Piquet in Hockenheim, nur Dritter auf dem Österreichring, bei gleichzeitigem Sieg des WM-Rivalen Prost, Nullrunde in Zandvoort.

WM-Stand daher, drei Rennen vor Schluss: Alain Prost in Führung, mit 51 Punkten, Ferrari-Fahrer René Arnoux auf Platz 2, mit 43 Zählern, Nelson Piquet nur Dritter, mit 37 Punkten, gleichauf mit Patrick Tambay.

Es sah nicht gerade gut aus für Nelson.

Lesen Sie in der nächsten Folge, was es im Endspurt mit dem Supersprit im Brabham-BMW auf sich hat.

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