Bernie Ecclestone: Grünes Licht für Pirelli-Tests

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Bernie Eccelstone und Jean Todt erlauben Testfahrten

Bernie Eccelstone und Jean Todt erlauben Testfahrten

Nach dem Reifendebakel von Silverstone spricht Formel-1-Chef Bernie Ecclestone ein Machtwort: Pirelli darf zwei Mal drei Tage lang Reifen testen - ohne jegliche Einschränkungen.

Die Teams in der Formel 1 sind bekanntermaßen sich selten einig. Nach dem Grand Prix von Großbritannien und den Reifenplatzern war aber doch zumindest in einem Punkt so etwas wie Einigkeit aller Fahrer und Rennställe zu spüren: Es muss schnellstens etwas unternommen werden, damit derart gefährliche Situationen in Zukunft nicht mehr vorkommen.

Reifenlieferant Pirelli wurde von FIA-Präsident Jean Todt bereits für Mittwoch zu einem angesetzten Treffen des Sportkomitees am Nürburgring zitiert, um eine Lösung des Problems zu finden. Darüber hinaus haben einige Teams vorgeschlagen, den im Juli anstehenden Young Driver Test zu einem Reifentest um zu funktionieren.

Am Montag erklärte nun aber Bernie Ecclestone, dass er und Todt sich einig seien, dass Pirelli ab sofort Tests durchführen dürfe. «Pirelli hat sich in der Vergangenheit beschwert, dass diese Reifen delaminiert haben, was aber sicher nichts mit dem zu tun hat, was gestern passiert ist», sagte Eccelstone gegenüber Sky Sports. «Sie sagten, sie wollten das Problem lösen, haben dazu aber aufgrund dieser verdammten, unsinnigen Testbeschränkungen, die wir haben, keine Gelegenheit.»

Er hätte mit Jean Todt gesprochen, erklärte der 82-Jährige und der Franzose hätte Testfahrten zugestimmt. «Er hat erlaubt, dass sie zwei Drei-Tages-Tests von jetzt bis ... nun, wann immer sie wollen, durchführen und versuchen können, etwas für nächstes Jahr und auch für dieses zu tun. Das ist genau das, was auch passieren wird.»

Gemäß ihres Vertrags mit der FIA, dürfen die Italiener während der Saison Testfahrten durchführen, laut Formel-1-Reglement darf aber kein aktuelles Auto eingesetzt werden, was gerade erst vom Internationalen Tribunal wieder bestätigt wurde. Nach dem Richterspruch in der Testaffäre vom Pirelli und Mercedes nach dem Grand Prix von Spanien ist es jedoch nicht ganz klar, welche Spezifikation eines Autos Pirelli einsetzen darf.

Eccelstone deutete jedoch an, dass die neue Vereinbarung zwischen ihm und dem FIA-Präsidenten keinerlei Einschränkungen beinhalte. «Sie können nehmen, was sie wollen. Keine Einschränkungen. Gar keine, sie können tun, was sie wollen», betonte Ecclestone.

Nun bleibt abzuwarten, ob sie die Teams einigen können, welche Autos für die Tests zum Einsatz kommen und wann und wo Pirelli das Angebot annimmt.

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