2. Training: Hitze, Feuer und eine Überraschung

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Lewis Hamilton war mit seiner Rundenzeit von 1:18,341 min der Schnellste des zweiten freien Trainings auf dem Hockenheimring

Lewis Hamilton war mit seiner Rundenzeit von 1:18,341 min der Schnellste des zweiten freien Trainings auf dem Hockenheimring

Das zweite freie Training auf dem Hockenheimring wurde von der Hitze bestimmt. Trotzdem durfte sich Mercedes dank Lewis Hamilton wiederum über die Bestzeit freuen. Doch die ärgsten Gegner waren nicht viel langsamer...

 Bei 32 Grad Aussentemperatur und 56 Grad Streckentemperatur fand das zweite freie Training zum Deutschland-GP statt. Der Erste, der auf die Strecke stürmte, war wie schon am Morgen Marcus Ericsson. Der Caterham-Rookie war im ersten freien Training mit 35 gezeiteten Runden der fleissigste Pilot im Feld. Am Nachmittag kam er jedoch nicht weit: Schon hinter der Boxengasse muss der 23-jährige Schwede seinen grünen Renner abstellen.

Die Aufzeichnung des Boxenfunks von Caterham zeigt kurz darauf: Ericsson wurde von seinen Ingenieuren angewiesen, seinen Dienstwagen auf der Strecke abzustellen, weil der Öldruck rapide sank. Der Blondschopf kam nur drei Runden weit, trotzdem blieb er nicht der grösste Pechvogel im Rennstall aus Leifeld: Sein Teamkollege Kamui Kobayashi musste seinen Renner mit brennendem Heck auf der Strecke abstellen.

Danach half der 27-jährige Japaner den Streckenposten bei der Löscharbeit. Nicht nur, dass er selbst einen Feuerlöscher holte und dessen Inhalt gezielt ins Heck und unter den Unterboden sprühte, er zeigte den Marshalls auch noch, wo der Wagen noch brannte.

Die Konkurrenz konzentrierte sich derweil darauf, die extra-weiche Mischung auszuprobieren, die mehr als eine Sekunde schneller als die weichen Reifen sind. Wie schon auf den weichen Reifen waren dabei die Silberpfeil-Piloten die Schnellsten. Während Nico Rosberg auf der weichen Mischung drei Zehntel schneller war als Lewis Hamilton, darf sich der Brite auf den extra-weichen Walzen über die Bestzeit freuen: Der Weltmeister von 2008 ist allerdings nur 24 Tausendstelsekunden schneller als der Deutsche.

Die Hitze machte nicht nur den Piloten zu schaffen, von denen viele über Funk gewarnt wurden, weil ihre Reifen zu heiss wurden. Auch die Aerodynamiker hatten alle Hände voll zu tun, weil bei einigen Rennern die Lufteinlässe der Motorenabdeckung vergrössert werden mussten, um ein Überhitzen des Hecks zu verhindern.

Für eine Überraschung sorgte Daniel Ricciardo. Der Red Bull Racing-Pilot war nur eine Zehntelsekunde langsamer als die Silberpfeile und reihte sich damit vor Ferrari-Star Kimi Räikkönen auf Platz 3 der Nachmittagszeitenliste ein. Auch der Iceman durfte sich freuen: Sein Rückstand auf die Mercedes-Piloten betrug nur eine halbe Sekunde. Am Morgen war der Weltmeister von 2007 noch rund 1,1 Sekunden langsamer als Rosberg unterwegs gewesen.

Eine gute Leistung zeigte auch McLaren-Rookie Kevin Magnussen: Der Däne die fünftschnellste Runde des Trainings drehte und damit seinen Teamkollegen Jensen Button hinter sich lassen konnte. Der Brite musste sich mit dem siebten Platz hinter Williams-Pilot Felipe Massa begnügen. Champion Sebastian Vettel, Ferrari-Star Fernando Alonso und Williams-Talent Valtteri Bothas komplettierten die Top-Ten.

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