Niki Lauda: Mercedes hat viele Fehler abgestellt

Von Andreas Reiners
Formel 1
Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda

Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda

Mercedes hat in der vergangenen Saison die Formel 1 dominiert. Nach Belieben. Lediglich drei Rennen, in denen Daniel Ricciardo ganz vorne war, konnten die Silberpfeile nicht gewinnen.

Ansonsten wechselten sich Lewis Hamilton und Nico Rosberg fleißig ab. Bekanntermaßen mit dem besseren Ende für Weltmeister Hamilton.

Diese Dominanz war das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit seit dem Wiedereinstieg als Werksteam 2010. Ein weiterer Grund: «Zum ersten Mal eine Mannschaft zu haben, die Höchstleistungen bringt. So etwas entsteht nur in einem jahrelangen Prozess. Bei uns sitzen die richtigen Leute am richtigen Platz, und sie ziehen alle am selben Strang in eine Richtung. Brixworth und Brackley sind zusammengewachsen. Daraus entstand ein innovatives, überlegenes technisches Konzept», sagte Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda «auto motor und sport».

Bei der Zusammenarbeit wurden auch Fehler aus der Vergangenheit beseitigt. Zum Beispiel, dass Brixworth und Brackley zuvor eben nicht miteinander gearbeitet haben. Personal wurde ausgetauscht. So wurde für Rekordweltmeister Michael Schumacher nach dessen Karriereende 2012 Hamilton verpflichtet.

«Die Verpflichtung von Hamilton war auch einer der Hauptfaktoren für den heutigen Erfolg. Seitdem hat das alles eine Dynamik in die richtige Richtung bekommen. Jeder Puzzlestein wurde dorthin gesetzt, wo er hingehörte», so Lauda. Neben Hamilton waren das «auf der Motorseite Andy Cowell und seine Mannschaft. Beim Auto Paddy Lowe und Aldo Costa. Und Toto Wolff, der das alles miteinander koordiniert hat. Unser Team ist in allen Positionen perfekt aufgestellt».

Hinzu kam natürlich ein Auto, das nahezu unschlagbar war. «Unser Auto war schneller als die anderen. Je nach Strecke einmal mehr, einmal weniger, so zwischen drei bis sechs Zehntel pro Runde im Renntrim», so Lauda.

Und auch hier wurde ein Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholt: Das Auto wurde konsequent weiterentwickelt. «Früher haben wir immer nach der Sommerpause aufgehört, und die anderen haben weitergemacht. Der Fehler ist uns nicht mehr passiert. Und das zahlt sich auch für nächstes Jahr aus. Weil das Reglement nahezu gleich bleibt.»

Auch die Konkurrenz befürchtet, dass sich diese Dominanz 2015 fortsetzt. Doch Ex-Weltmeister Lauda macht den Mahner. «Jedes Jahr kann Überraschungen bringen. Wir werden sicher unser Auto und unseren Motor kontinuierlich weiterentwickeln. Ob es sich wie bei Red Bull in einer Siegesserie auswirkt, kann ich nicht sagen. Ich bin ja kein Hellseher», sagte der Österreicher.

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