GP2-Sprint: Mercedes-Reservist Sam Bird siegt!

Von Vanessa Georgoulas
GP2
Zweiter Karrieresieg in Bahrain: Russian-Time-Pilot Sam Bird

Zweiter Karrieresieg in Bahrain: Russian-Time-Pilot Sam Bird

Sam Bird eroberte im Sprint-Rennen von Bahrain einen der knappsten Siege in der Geschichte der Nachwuchsklasse. Stefano Coletti verteidigt mit dem dritten Platz die Tabellenführung.

Schon am zweiten Rennwochenende in Bahrain durfte die Truppe von Russian Time den ersten GP2-Sieg bejubeln: Sam Bird gewann den Wüsten-Sprint in den Farben der Mannschaft, die nach dem Rückzug von iSport International in die höchste Formelsport-Nachwuchsklasse eingestiegen war. Es ist der zweite GP2-Triumph in der Karriere des Briten, der für das Formel-1-Team von Mercedes testen darf. Seinen Debütsieg feierte er schon vor Jahren: 2010 war er im Hauptrennen von Monza erstmals als Erster ins Ziel gekommen.

Stefano Coletti verteidigt die Tabellenspitze

In Bahrain rettete er sich nach 23 Runden mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Felipe Nasr ins Ziel, und erklärte hinterher grinsend: «Es hat ja gereicht.» Der Brasilianer hatte in der zweitletzten Runde einen Fehler von Meisterschafts-Leader Stefano Coletti genutzt, um die zweite Position zu erobern. In  der letzten Runde sass der Carlin-Pilot dann Bird im Nacken und die beiden Spitzenreiter lieferten sich ein Duell, das sich sehen lassen konnte.

Coletti, der den besten Start erwischt hatte und vom siebten Startplatz gleich auf die dritte Position gestürmt war, sicherte sich schliesslich den letzten Platz auf dem Treppchen. Der Monegasse baute damit auch seine Meisterschaftsführung um zehn Punkte aus. Denn mit Fabio Leimer blieb sein ärgster Widersacher im Titelkampf ohne Zähler. Der 24-Jährige aus Rothrist verpasste die Punkte als Neunter mit einem Rückstand von 0,172 Sekunden nur knapp, nachdem er seine Hoffnungen auf den Rennsieg schon in der ersten Kurve hatte begraben müssen: Er geriet mit Caterham-Neuling Alexander Rossi zusammen und war danach mit einem aufgeschlitzten linken Seitenkasten unterwegs.

Leimer: «Das war keine schlechte Entscheidung!»

Auch Rossi überstand das Aufeinandertreffen nicht schadlos: Der 21-Jährige aus Nevada musste sich an der Box einen neuen Frontflügel holen und klagte: «Das hat sehr viel Zeit gekostet und ist eine grosse Enttäuschung. Dabei war das Auto unglaublich gut. Aber so ist es nun mal im Motorsport.»

Etwas genauer analysierte Leimer die Kollision: «Ich wollte in der ersten Kurve eigentlich Aussen rum, aber weil da kein Platz war, bin ich nach innen gestochen. Das war keine schlechte Entscheidung, denn ich lag da schon vor Jolyon Palmer und Alexander Rossi. Leider hat Palmer Rossi erwischt, und der hat die Kontrolle über sein Auto verloren. Am Ende steckte sein Frontflügel in meinem Seitenkasten und da blieb er auch für den Rest des Rennens.»

Das wirkte sich natürlich auf das Fahrverhalten aus, wie Leimer beschreibt: «Vor allem in den schnellen Kurven vibrierte das Auto stark. Das ganze Rennen war sehr, sehr anstrengend, denn trotz dieses Handicaps versuchte ich meine Reifen zu schonen. Am Ende haben wir die Punkteränge nur knapp verpasst, aber ich kann ehrlich gesagt froh sein, dass ich es überhaupt ins Ziel geschafft habe.»

Erste Punkte für Daniel Abt

Die ersten Punkte seiner GP2-Karriere sammelte ART-GP-Pilot Daniel Abt. Der 20-Jährige aus Kempten freute sich: «Ich bin wirklich glücklich! Wir haben das Auto stark verbessert und konnten zeigen, wozu wir in der Lage sind.» Punktelos blieben die restlichen Deutschsprachigen: Arden-Pilot Johnny Cecotto jr. kam als Zwölfter ins Ziel, Simon Trummer musste sich mit dem 16. Platz begnügen und René Binder markierte auf Platz 25 das Schlusslicht.

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