Osnabrück: «Überflieger» Romano Hummel siegte klar

Von Rudi Hagen
Die AMG präsentierte den Fans ein top organisiertes Rennen. Langbahn-Weltmeister Romano Hummel fuhr wie entfesselt. Faire Geste: Markus Brandhofer/Sandra Mollema teilten sich den Sieg mit Mitch Godden/Paul Smith.

Nach zwei Jahren Pause sahen die Langbahnfans beim 64. Osnabrücker ADAC-Grasbahnrennen auf der Nahner Waldbahn sehenswerten Bahnsport in den vier Klassen I-Solo, I-Gespanne, B-Solo und Junioren B. Dazu kamen Demonstrationsläufe der Oldies Solo und Sidecars sowie Speedkarts.

Die neu aufgestellte AMG Osnabrück hatte den Zeitplan gerafft. Nach zweieinhalb Stunden waren die 22 Läufe absolviert und das Publikum konnte um 16 Uhr den Heimweg antreten.

In der Internationalen Solisten war Romano Hummel nicht zu bremsen. Der amtierende Langbahn-Weltmeister gewann alle seine fünf Läufe in einer fast beängstigend überlegenen Weise. Dabei spielte es keine Rolle, ob der Niederländer seinen Start gewann oder urplötzlich Letzter war, am Ende «stach die Hummel zu» und hatte gewonnen.

GP-Kandidat Dave Meijerink wurde im alles entscheidenden Finale Zweiter vor Stephan Katt, der nach Platz 2 in Lüdinghausen auch in Osnabrück wieder auf das Treppchen fuhr. Eine starke Leistung bot auch der Niederländer Henry van der Steen, der im Finale die Briten Andrew Appleton und Europameister Zach Wajtknecht auf die Plätz 5 und 6 verwies.

Bei den Gespannen überraschte Markus Brandhofer mit einer neuen Passagierin. Ab sofort sitzt Sandra Mollema bei dem Bayern im Boot. Die mehrfache Europameisterin als Beifahrerin von Multi-Champion William Matthijssen wird mit Brandhofer das diesjährige EM-Finale in Eenrum bestreiten.

Die Rennen der Gespanne waren heißumkämpft. Im letzten Lauf retteten Brandhofer/Mollema im Fotofinish den Sieg, den sie sich aber nach einer kurzen Diskussion nach dem Rennen mit den Briten Mitch Godden/Paul Smith teilten.

Was war passiert? Vor dem letzten Lauf hatten die Briten 14 Punkte auf ihrem Konto, das deutsch-niederländische Duo 13. In einem total spannenden Lauf retteten Brandhofer/Mollema dann ihren Vorsprung bis auf die Ziellinie. Aber es waren wohl nur Millimeter. Damit hatten beide Teams 18 Punkte.

Da aber kein Zielfoto vorlag und im Reglement nichts auszumachen war, was die Platzierung bei Punktgleichheit anging, machte der Gaißacher den Vorschlag, den Sieg und damit auch die Siegprämie mit den Briten zu teilen. Sportlich fair, kann man da nur sagen.

Grasbahnrennen Osnabrück Ergebnisse Solo:

1. Romano Hummel (NL), 20 Vorlaufpunkte
2. Dave Meijerink (NL), 16
3. Stephan Katt (D), 14
4. Henry van der Steen (NL), 14
5. Andrew Appleton (GB), 11
6. Zach Wajtknecht (GB), 11
7. Chad Wirtzfeld (GB), 9
8. Martin Malek (CZ), 8
9. Kenneth Kruse Hansen (DK), 6
10. Christian Hülshorst (D), 6
11. Paul Cooper (GB), 5
12. Jens Benneker (D), 0

Finale: 1. Hummel, 2. Meijerink, 3. Katt, 4. Van der Steen, 5. Appleton, 6. Wajtknecht.

Ergebnisse I-Gespanne:

1. Markus Brandhofer/Sandra Mollema (D/NL), 18 Punkte
1. Mitch Godden/Paul Smith (GB), 18
3. Wilfred Detz/Wendy Arling (NL), 11
4. Ole Möller/Linda Frohbös (D), 7
5. Jan Kempa/Sina Stickling (D), 6
6. Patrick Zwetsch/Victor Caric (D), 0

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