55 Fahrzeuge starten in GT World Challenge-Saison

Von Jonas Plümer
Der Saisonauftakt verspricht erneut fantastischen GT-Rennsport

Der Saisonauftakt verspricht erneut fantastischen GT-Rennsport

Am kommenden Wochenende findet auf dem Circuit Paul Ricard der Saisonauftakt des GT World Challenge Europe Endurance Cup statt. 55 GT3-Fahrzeuge werden das dreistündige Rennen in Südfrankreich bestreiten.

Die Fanatec GT World Challenge Europe Powered by AWS startet ihre Saison 2024 am kommenden Wochenende (5.-7. April) mit einem dreistündigen Endurance Cup-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet.

Der französische Austragungsort wechselt von seinem traditionellen Sommertermin zum neuen Saisonauftakt und beherbergt ein 55 Fahrzeuge starkes Starterfeld, das GT3-Fahrzeuge von neun Herstellern umfasst. Jeder Hersteller wird mit mindestens einem Pro-Auto vertreten sein, während in den Klassen Gold Cup, Silver Cup und Bronze Cup noch viel mehr Konkurrenz zu erwarten ist.

Die Nennliste für den Saisonauftakt wird von 20 Pro-Fahrzeugen angeführt, von denen die meisten mit Werksfahrern der neun konkurrierenden Marken besetzt sind. Das Momentum liegt bei Mercedes-AMG, welche sich in dieser Saison zum dritten Mal in Folge die Krone des Endurance Cups sichern könnten, nachdem die Marke 2022 und 2023 die Titel in der Team- und Fahrerwertung gewonnen hat. Die deutsche Marke kann auf ein starkes Aufgebot von HRT, Boutsen VDS, Mercedes-AMG Team MANN-Filter und Mercedes-AMG Team GetSpeed zählen, letzteres mit dem amtierenden Fahrermeister Jules Gounon.

Auch BMW kann auf vier Pro-Fahrzeuge zurückgreifen. ROWE Racing ist mit zwei Fahrzeugen vertreten, wobei das Flaggschiff mit der Startnummer 98 vom dreimaligen CrowdStrike 24 Hours of Spa-Sieger Philipp Eng pilotiert wird. Der neu verpflichtete BMW Werksfahrer Raffaele Marciello teilt sich im WRT Team die #46 mit Valentino Rossi und Maxime Martin, während das Schwesterauto mit der #32 ebenfalls zu den Spitzenreitern gehören dürfte.

Ferrari ist mit zwei Fahrzeugen von AF Corse - Francorchamps Motors vertreten. Der Wagen mit der Startnummer 51 verfügt über eine beeindruckende italienische Mannschaft unter der Leitung des zweimaligen Champions des Endurance Cup, Alessandro Pier Guidi. Die italienische Marke Lamborghini ist ebenfalls mit zwei Fahrzeugen vertreten, die sich auf Iron Lynx und Grasser Racing verteilen, die beide auf die besten Werksfahrer der Marke zurückgreifen können.

Porsche wird auf dem Circuit Paul Ricard mit einem Trio von Profi-Fahrzeugen an den Start gehen. Rutronik Racing startet zum zweiten Mal im Endurance Cup, während Schumacher CLRT und der amtierende Bronze-Cup-Champion Pure Rxcing beide in die Topklasse aufsteigen. Garage 59 wird McLaren mit einem rein britischen Team vertreten, während Audi auf Tresor Attempto Racing zurückgreifen kann.

In den Profiteams gibt es viel Stabilität, aber das Starterfeld ist dank der neuen Maschinen von Aston Martin und Ford auch abwechslungsreicher geworden. Die britische Marke wird mit zwei Pro-Autos vertreten sein, da Comtoyou Racing und Walkenhorst Motorsport beide den Vantage AMR GT3 EVO einsetzen. Im Ford-Lager wird Proton Competition den Mustang mit einer beeindruckenden Fahrerbesetzung an den Start bringen, die von Fanatec GT Europe-Veteran Chris Mies angeführt wird, der am kommenden Wochenende seinen 50. Auftritt im Endurance Cup absolviert.

Zusätzlich zum Profi-Kontingent werden weitere 35 Fahrzeuge in den Klassen Gold Cup, Silver Cup und Bronze Cup an den Start gehen. In der ersten Klasse wird ein Audi-Trio von Saintéloc Racing, CSA Racing und Tresor Attempto Racing antreten. Hinzu kommen die Mercedes-AMG-Teams von AlManar Racing by GetSpeed und 2 Seas Motorsport, wobei letzteres nach dem Titelgewinn in der British GT sein Debüt in der Serie gibt.

Der Silver Cup bleibt auch in seiner siebten Saison als Teil des Fanatec GT Europe Endurance Cups konkurrenzfähig. Neun Fahrzeuge werden beim Auftakt an den Start gehen, vier davon kommen von Mercedes-AMG. Boutsen VDS ist ein Neuzugang im Affalterbacher Rennstall, während GetSpeed, Madpanda Motorsport und Winward Racing allesamt langjährige AMG-Anhänger sind.

Aston Martin ist mit zwei Fahrzeugen von Comtoyou Racing und einem weiteren von Walkenhorst Motorsport ebenfalls stark im Silver Cup vertreten. Dinamic GT steuert einen Porsche bei, während Grasser Racing zurückkehrt, um seinen Titel im Endurance Cup 2023 zu verteidigen, wenn auch mit einer völlig neuen Fahrerbesetzung, die sich den Lamborghini mit der Startnummer 19 teilt.

Der Bronze Cup, der erst in seine zweite Saison geht, weist ein bemerkenswert starkes Starterfeld von 20 Fahrzeugen auf, angeführt von fünf Teilnehmern von Ferrari. Kessel Racing ist mit zwei Fahrzeugen vertreten, während Rinaldi Racing und AF Corse jeweils ein Fahrzeug einsetzen, letzteres mit der unveränderten Besetzung Louis Machiels, Andrea Bertolini und Jef Machiels. Sky Tempesta Racing kehrt ins Ferrari-Lager zurück, nachdem es im vergangenen Jahr mit McLaren den Klassensieg errungen hat.

Porsche kann auf vier Fahrzeuge zurückgreifen, die sich auf Dinamic GT, Herberth Motorsport, Rutronik Racing und den Neueinsteiger Lionspeed GP verteilen. Ein Trio von McLaren-Teams, zwei von Garage 59 und ein drittes von Optimum Motorsport, wird an den Start gehen, während Barwell Motorsport zwei Lamborghini zur Verfügung hat.

Century Motorsport gibt sein Debüt mit einer BMW-Mannschaft, zu der auch der amtierende britische GT-Meister Darren Leung gehört. OQ By Oman Racing setzt ebenfalls einen M4 GT3 ein, während die Aston Martin-Teams Comtoyou Racing und Walkenhorst Motorsport sowie zwei Audi von Tresor Attempto Racing für den Bronze Cup antreten.

Saintéloc Racing wird als 55. und letztes Team seinen Audi mit der Startnummer 26 in einer noch zu bestimmenden Klasse einsetzen.

Die komplette Nennliste könnt ihr hier einsehen.

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