Mikhalchik vs. Folger: IDM-SBK-Kapitel Lausitzring

Von Esther Babel
IDM Superbike

Der zweifach IDM-Superbikemeister Mikhalchik und der ehemalige MotoGP-Pilot Folger setzten ihr Duell an diesem Wochenende fort. Nach vier von acht Läufen liegt Folger vorne. Zwei weitere Siege sind in der Lausitz zu hole

Bis jetzt lief es bei Jonas Folger vom Team Bonovo action by MGM Racing von außen betrachtet wie geschmiert. Die R1 versah bei den IDM-Rennen in Assen und auf dem Sachsenring ohne Mucken ihren Dienst und der Bayer konnte auf den beiden ihm bestens bekannten Strecken die von vielen und wohl auch von ihm selbst erwartete Top-Leistung erbringen. Nach vier Rennen führt er in der Meisterschaft mit der Maximal-Punktzahl von 100 Zähler.

Jonas Folger stellt sich aufgrund fehlender Streckenkenntnisse auf ein ungleich schwierigeres Rennwochenende bei der dritten Station der Meisterschaft ein. Trotzdem wollen der 27-jährige Bayer und sein MGM Yamaha Racing Team dort weitermachen, wo das Erfolgsgespann am vergangenen Dienstag aufgehört hat. «An diesem Wochenende erwarten uns gleich mehrere unbekannte Faktoren», erläutert der IDM-Leader. «Vor allem kenne ich den Lausitzring nicht. Daher bin ich auch schon gespannt, wie das Yamaha-Superbike auf dieser Strecke zu fahren ist. Das Layout schaut auf der Skizze sehr interessant aus, aber wie es tatsächlich und in welchen Zustand die Strecke ist, wird sich erst im ersten Training zeigen. Der Lausitzring ist also komplettes Neuland für uns und daher bin ich schon gespannt, wie sich das Wochenende entwickelt. Ich denke, dass es aufgrund der Umstände ein wenig schwieriger wird als am Sachsenring. Trotzdem finde ich diese Situation sehr schön, weil es einfach eine neue Herausforderung für uns ist und das gehört zum Rennsport dazu. Wir gehen aber optimal vorbereitet in dieses Wochenende und sind für startklar, obwohl wir nicht wirklich viele brauchbare Daten vom Lausitzring haben.»

Heiß auf Revanche ist wie von Anbeginn der kurzen Meisterschaft der zweifache IDM-Meister Ilya Mikhalchik. Mit dem Meistertitel wird der BMW-Pilot vom Team EGS-alpha-Van Zon mit dem 33-Punkte-Rückstand auf Platz 2 eher nicht mehr spekulieren. Doch was der Ukrainer unbedingt in seinen Lebenslauf schreiben will, ist ein Sieg über den ehemaligen Marquez-Gegner Jonas Folger. Dass seine Chancen in Assen und vor allem am Sachsenring überschaubar waren, war vorher klar. Dazu noch hier und da eine technische Hürde und ruckzuck war der Rückstand da und ein Sieg nicht in Reichweite.

Neue Strecke – neue Chance

Mit dem Lausitzring kommt jetzt eine Strecke, die dem Team gut liegt. Besonders Ilya Mikhalchik hat hier schon größere Erfolge einfahren können, mit jeweils einem Sieg in den letzten beiden Jahren. Er mag die Strecke, sie gehört zu einer seiner liebsten auf dem IDM-Kalender. Auch sein Vorgänger im Team, Markus Reiterberger, konnte an gleicher Stelle schon an einem Wochenende den IDM-Titel holen und in die Top Ten der Superbiker-WM düsen.

«Ich freue mich auf das Wochenende», meinte der Mann mit der Nummer 1. «Die Strecke passt zu meinem Fahrstil. Wir müssen schauen, wie dieses Wochenende das Motorrad hier funktioniert und ein gutes Set up dafür finden. Ich bin bereit, um die Pole Position und in den Rennen auch wieder um das Podium zu kämpfen. Wie immer gilt mein Vorsatz ‚Ride and Enjoy‘ - die Rennen zu fahren und dabei Spaß zu haben. Das habe ich mir auch für den Lausitzring wieder vorgenommen.»

«Wir kennen die Strecke gut und ich erwarte hier weniger Anfangs-Probleme», ist sich auch sein Teamchef Werner Daemen sicher. «Am Sachsenring war alles neu für uns und wir mussten viel ausprobieren, bis es gepasst hat. Ich sehe auch hier wieder Jonas (Folger) als den Favoriten und hoffe, dass wir auch diesmal wieder an ihm dranbleiben können. Man sieht, dass sich Jonas sehr wohl fühlt auf seinem Motorrad. Aber Ilya, Vladimir und auch Tim waren auf dem Sachsenring beim letzten Rennen sehr motiviert und sind alle Drei starke Rennen gefahren. Ich glaube sie sind nicht so weit weg. Unserer BMW S 1000 RR liegt der Lausitzring sehr gut. Die Abstimmung auf dem Sachsenring war schwierig, weil wir da noch nie zuvor gewesen sind, aber hier wissen wir, was uns erwartet. Ich habe ein gutes Gefühl für dieses Wochenende und freue mich auf die Action.»

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