IDM-Superbike: Titelentscheidung nach Corona-Test

Von Esther Babel
IDM Superbike
Auch wenn man beim IDM-Finale den Normalbetrieb anstrebt, es sind sogar Zuschauer erlaubt, machen die wegen der Corona-Pandemie nötigen Hygiene-Regeln auch vor dem IDM-Fahrerlager nicht Halt.

«Aufgrund der zuletzt steigenden COVID-19-Infektionszahlen und der damit verbundenen Ausdehnung der Risikogebiete sind wir verpflichtet, von Teilnehmern, die aus den genannten Gebieten anreisen, einen negativen COVID-19 Test einzufordern.
Dieser Test darf nicht älter als 48h sein», diese Mail ging bei jedem ein, der beim IDM-Finale auf dem Hockenheimring vor Ort etwas zu tun hatte. Eine Liste mit den aktuell betroffenen Regionen war beigelegt. Dennoch war es ratsam, gelegentlich eine Blick auf die aktualisierten Listen des Robert-Koch-Instituts zu werfen. Denn was heute noch als normales Reisegebiet gilt, kann morgen schon zum neuen Corona-Hotspot erklärt werden.

«Bitte stellen Sie sicher», hieß es in der Post des IDM-Promoters, «dass Sie einen solchen Test bei der Anreise mitführen, wenn Sie sich in einem der Risikogebiete aufgehalten haben. Ansonsten müssen wir Ihre Akkreditierung aufheben. Wir bitten um Ihr Verständnis für die Maßnahmen. Das geltende IDM-Konzept ist die Voraussetzung, die Serie 2020 durchführen zu können.»

Alle betroffenen Fahrer der IDM wurden bereits im Vorfeld informiert. Auch eine Liste der Testmöglichkeiten an den entsprechenden Grenzen bekamen die Fahrer und ihre Teams geliefert. «Die Organisatoren sind informiert, wer sich wo aufgehalten hat», so die Erklärung.

Ganz auf Nummer sicher gegangen war Vladimir Leonov. Der Russe vom Team EGS-alpha-Van Zon-BMW hatte Deutschland nach den Rennen am Sachsen- und am Lausitzring gar nicht erst verlassen und konnte unbehelligt zum IDM-Finale reisen. Sein Teamkollege Ilya Mikhalchik reiste einen Tag früher aus der Ukraine nach Frankfurt und konnte in Hockenheim dann den negativen Corona-Test vorlegen.

Die Titelentscheidung in der IDM Superbike ist auf jeden Fall sichergestellt. Weil Jonas Folger letzte Woche in Barcelona bei der Superbike-WM am Start war, musste der 27-Jährige vom Team Bonovo action by MGM Racing nochmal kurz zittern. Das komplette Land Spanien wurde wegen der hohen COVID-19-Infektionszahlen zum Risikogebiet erklärt. Bei Jonas Folger ist alles im grünen Bereich: Corona-Test negativ.

Doch auch im IDM-Fahrerlager gibt es wie überall Realitätsverweigerer, für die eine Maske nicht in Frage kommt, und die sich nicht davon abhalten lassen, sich gegenseitig und in Serie um den Hals zu fallen. So von wegen Abstandsregeln. Leider kommt den Personen nicht in den Sinn, dass beim Scheitern der Hygiene-Regeln nicht nur sie selber betroffen sind, sondern auch zukünftige Veranstaltungen damit auf der Kippe stehen.

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