Markus Schlosser fehlen Sponsoren für die Saison 2017

Von Rudi Hagen
IDM Seitenwagen
Markus Schlosser/Thomas Hofer (9) suchen noch Sponsoren

Markus Schlosser/Thomas Hofer (9) suchen noch Sponsoren

Sidecar-Pilot Markus Schlosser wird 2017 keine WM fahren. Auch die Teilnahme an der IDM ist für den Schweizer und seinen Beifahrer und Landsmann Thomas Hofer noch nicht gesichert. Der Grund sind fehlende Sponsoren.

Markus Schlosser war 2016 nach mehrjähriger Pause wieder in die Sidecar-Szene eingestiegen. Mit seinem Beifahrer und Nachbarn Thomas Hofer fuhr der 44-jährige Schönbühler aus dem Schweizer Kanton Bern in der Weltmeisterschaft auf Platz 4 und in der IDM auf Platz 5.

Dabei hätte es durchaus noch wesentlich besser für die Schweizer laufen können, hätten sie nicht einige technische Rückschläge zu verkraften gehabt. In der WM lief es bis zum Rennen in Oschersleben ganz gut und der Weltmeistertitel schien noch in Reichweite zu sein. Schlosser/Hofer führten hier bis in die Schlussrunde klar und steuerten auf Siegeskurs, doch dann ging der Motor aus. Das Benzin hatte «gekocht», wie sich später herausstellte. Damit waren die Aussichten auf den WM-Titel futsch.

Ihre wenigen IDM-Einsätze hatten die Schweizer eher als Trainingsläufe für die WM gesehen. Abgesehen von einem Ausfall zum Auftakt am Lausitzring holten sich die beiden zwei Siege auf dem Nürburgring, wurden in Schleiz Dritte und siegten zum Abschluss auf dem Hockenheimring klar und deutlich.

Wie und ob es in der Saison 2017 weitergeht, darüber ist sich Markus Schlosser noch nicht klar. Fest steht für ihn: «Für die WM habe ich kein Geld, denn da müssten wir ein neues Gespann mit einem 600ccm-Motor aufbauen und dann auch noch viel testen. Ich hatte mir hierfür eine Deadline für Ende Dezember gesetzt. Bis jetzt hat sich aber nichts getan.»

Ob Schlosser in der IDM dabei ist? Er weiß es nicht. «Unser IDM-Einsatz ist noch in der Schwebe, im Gegensatz zu 2016 habe ich zwei Sponsoren weniger. Die Lücke zu schließen ist schwierig. Ich habe es bisher nicht hinbekommen, ein entsprechendes Sponsoring auf die Beine zu stellen, aber das zieht sich durch meine gesamte Karriere hindurch. Ich habe mich immer nur für die Technik interessiert und mich selbst zu wenig um das Geld gekümmert. Es ist einfach zum Kotzen, ich bin seit 1990 in diesem Sport und habe nie ein angemessenes Sponsoring geschafft. »

Einfach ist das sicher nicht für einen Mann wie Markus Schlosser, der als Techniker bei einem Pharma-Unternehmen die Woche über arbeitet. «Ich muss für mein Hobby Seitenwagen-Rennen hart arbeiten und dann neben der normalen Arbeit das Motorrad vorbereiten und auf Sponsorensuche gehen.»

Angeschrieben hat der Schweizer verschiedene Firmen, aber immer hieß es, man sei schon anderswo engagiert oder aber der Rennsport sei nicht ihre Sache. «Motorsport ist nicht unbedingt das, was den Schweizer interessiert, obwohl es hier genug potente Leute und Firmen gibt», sagt Schlosser schon fast resignierend.

Für den Sport wäre es auf jeden Fall sehr gut, wenn so ein schneller Fahrer und echter Racer wie Markus Schlosser weiter am Start wäre. Der Beifahrer steht wie bisher mit Thomas Hofer parat. «Er würde bei mir weiterfahren», freut sich der Schönbühler, «wir sind ein gutes Team.»

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