Jesco Günther: Abschied von der Nummer 1

Von Esther Babel
IDM Supersport
IDM Oschersleben 04.-06.05.2012

IDM Oschersleben 04.-06.05.2012

Im letzten Rennen der Saison fällt der Suzuki-Pilot aus. Jetzt plant er seine Zukunft.

Mit der Startnummer 1 war Jesco Günther als Meister in die IDM Supersport 2012 gestartet. Beim IDM-Finale auf dem Hockenheimring musste der Suzuki-Pilot den Titel an den Finnen Tatu Lauslehto abgeben. Er selber landete in seinem letzten Rennen der Saison mit einem technischen Defekt im Aus.

Günther hatte sich eine Woche vor dem IDM-Finale noch beim deutschen Superbike-Weltmeisterschaftslauf auf dem Nürburgring umgeschaut. «Ich wollte dort nur ein wenig WM-Luft schnuppern», versicherte der Suzuki-Pilot. «Für eine WM-Saison lässt sich nicht genügend Budget auftreiben.» Auf dem Hockenheimring hiess es für Günther allerdings auch Abschiednehmen. Nachdem er im Vorjahr den Titel in der IDM Supersport geholt hatte, durfte er in dieser Saison mit der Startnummer 1 bei den Rennen antreten. «Schade, dass ich nicht auch in diesem Jahr bis zum Schluss um den Titel mitkämpfen konnte», merkte Günther an. «Hockenheim gefällt mir gut und ich denke, dass auch es meiner Suzuki hier gut gefällt, da es nicht so viele enge Kurven-Kombinationen gibt.»

Das erste Rennen stand für die IDM Supersport-Piloten schon drei Stunden nach dem Qualifying auf dem Programm. Jesco Günther kam gut durch die Startphase. Rundelang duellierte sich der Supersportmeister mit seinem späteren Nachfolger Tatu Lauslehto. «Die Probleme mit dem mangelnden Grip haben wir noch nicht ganz im Griff», musste Günther nach Platz 7 zugeben. «Als Tatu dann an mir vorbeigegangen ist, habe ich mir einen risikoreichen Konter gespart. Bei ihm ging es immerhin um den Titel, da wollte ich mich nicht einmischen.»

Der zweite Lauf von Jesco Günther ist schnell erzählt. Nach dem Start war er gemeinsam mit seinem Team-Kollegen Roman Stamm auf den Plätzen 6 und 7 unterwegs. Doch dann gingen die Zeiten von Günther in den Keller und er fiel immer weiter zurück. Wenige Runden später steuerte er die Box an und der Fehler war schnell gefunden. «Der Schaltautomat war defekt», erklärte Teamchef Thomas Mayer, «und hat auf der Geraden unterbrochen, wenn er es nicht tun sollte.»

Nach dem Hockenheim-Wochenende galt es auf dem Slovakia-Ring noch die restlichen Testfahrten für Reifenhersteller Dunlop abzuarbeiten. «Und dann musste ich schweren Herzens mein schönes Wohnmobil an Dethleffs zurückgeben», meint Günther bekümmert. «Das hat wehgetan. Jetzt kehrt so langsam ein wenig Ruhe ein und ich werde schauen, wie es kommendes Jahr weitergeht.»

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