Thomas Gradinger: «Das Ziel ist die SSP-WM 2018»

Von Esther Babel
IDM Supersport 600
Der Österreicher vom Team MPB überzeugt bei seinem Debüt in der Supersport-Weltmeisterschaft mit Platz 9. Als nächstes ist der Angriff auf den IDM-Meistertitel in Oschersleben fällig.

Thomas Gradinger war als Führender der IDM Supersport aus Assen abgereist und stellte sich auf dem Lausitzring der großen Aufgabe, erstmals einen WM-Lauf zu bestreiten. «Ich gehe das ganz entspannt an», versicherte er vorher. «Meine Jungs geben immer das Beste, da kann ich als Fahrer gut entspannt sein.» In der IDM mit einer Yamaha YZF R6 aus dem Vorjahr erfolgreich, hatte Techniker Thomas Kubiak extra für den WM-Einsatz eine aktuelle R6 aufgebaut. Erst Testrunden hatte Gradinger bereits in Oschersleben absolviert. «Sie ist ein wenig anders», urteilt er. «Unter anderem der Tank und die Sitzposition, was mir sehr entgegen kommt. Ich habe da mit meinen 1.81 Metern Körpergröße mehr Platz und das macht aerodynamisch echt was aus. Nervös war ich vor dem Lausitz-Wochenende nicht. Das macht doch Spaß mit der Weltelite mitzufahren.»

Den Sprung in die Superpole 2 verpasste er, setzte sich aber in der Superpole 1 gekonnt in Szene und führte das Klassement lange an und wurde am Ende Siebter in der Superpole, was zusammengezählt Startplatz 17 für das Rennen am Sonntag bedeute. «Von den Fahrern, mit denen ich so im Training unterwegs war, war zu dem jeweiligen Zeitpunkt keiner arg viel schneller als ich. Eine Runde mit einem Kenan Sofuoglu oder so wäre halt schon der Wahnsinn gewesen», berichtete er anschliessend. «Für das Rennen bin ich zuversichtlich. Mein Bike funktioniert super und ich kann die Rundenzeiten alleine fahren. Ich schätze, mit einem guten Start und einer guten Gruppe ist so einiges möglich. Meine Abstimmung passt.»

Im Rennen war Gradinger so unterwegs, als hätte er sein ganzes Leben nichts anderes gemacht als WM zu fahren. Schon nach dem guten Start waren die ersten Konkurrenten fällig. Zwei Runden später tauchte er bereits als Zwölfter wieder auf der Start-Ziel-Geraden auf, bis zur Halbzeit war er in den Top Ten angekommen. Nach einem Sturz von Lucas Mahias und Federico Caricasulo wurde das Rennen zwei Runden vor Schluss mit der roten Flagge beendet und nicht neu gestartet. Platz 9 für Thomas Gradinger.

«Das lag jetzt schon über meinen Erwartungen», gab er im Anschluss zu. «Vorher habe ich noch gesagt, Punkte wären ein Traum. Am Ende lief es für mich auch glücklich durch die Ausfälle. Aber ist der Wahnsinn, schon noch mal ein anderes Level als in der IDM. Hier wird von der ersten bis zur letzten Runde gebissen. Das Reifenmanagement spielt eine große Rolle, das habe ich am Ende gemerkt. Da muss ich noch dran arbeiten. Zur Halbzeit habe ich kleinen Fehler gemacht und musste ein wenig abreissen lassen. Der Speed war aber so hoch, den kann ich alleine noch nicht bringen. Aber ich wäre gerne auch noch die letzten Runden gefahren, denn es war echt super. Das WM-Level macht Appetit auf mehr.»

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